Wildganshof, Geschützter Wohnkomplex in Landstraße, Österreich.
Wildganshof ist ein Wohnkomplex in Landstraße, der sich über mehrere Blöcke erstreckt und aus vier bis sechs Geschossen besteht. Die Anlage umfasst 829 Wohnungen und verfügt über zwei quadratische Innenhöfe sowie einen langgestreckten zentralen Hof, der von Wohngebäuden umschlossen ist.
Die Anlage wurde zwischen 1931 und 1933 erbaut und war das letzte große Bauprojekt der Roten Wien vor Österreichs Umwandlung in einen Ständestaat. Sie entstand in einer Zeit sozialen Umbruchs und technologischer Ambitionen für die Stadt.
Das Gebäude zeigt ein Terrakotta-Relief eines pflügenden Bauern von Alfons Riedel an der Westfassade und eine Gedenkbüste des Schriftstellers Anton Wildgans. Diese künstlerischen Elemente prägen das Erscheinungsbild und erinnern an die Bedeutung der Anlage für die Wiener Kulturgeschichte.
Die Lage im Bezirk Landstraße ermöglicht direkten Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln, was das Erreichen anderer Stadtteile vereinfacht. Die Anlage ist gut mit dem Rest der Stadt verbunden und bietet eine gute Verkehrsanbindung für Besucher und Bewohner.
Die Fassade zeigt zwei diagonale Umbrüche, die von einer geplanten, aber nie gebauten Schnellbahnlinie stammen. Diese merkwürdigen Bruchlinien erzählen von einem ehrgeizigen Verkehrsprojekt, das die Stadt hätte verwandeln können.
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