Schrammacher, Berggipfel in den Zillertaler Alpen, Tirol, Österreich
Der Schrammacher ist ein 3410 m hoher Gipfel im Tuxer Kamm der Zillertaler Alpen, der zweithöchste nach dem Olperer. Seine symmetrische Pyramidenform und die steile Plattenwand nach Nordwesten beherrschen den Talschluss des Valser Tals, während drei Gletscher – Alpeiner Ferner, Oberschrammacher Ferner und Stampflkees – an seinen Flanken hängen.
Die Erstbesteigung gelang am 19. August 1847 dem Salzburger Meteorologen und Theologieprofessor Peter Karl Thurwieser mit den Mayrhofner Bergführern Georg Lechner („Schneider-Jörgl“) und Jakob Huber („Gainer-Jakl“) über den Südgrat von einer Alm nördlich des Pfitscherjochs. Die Besteigung von 1874 durch Moritz von Déchy und Hans Pinggera galt lange als erste; der Irrtum wurde 1901 korrigiert. Fritz Drasch und Johannes Lechner durchstiegen die Nordwestwand am 25. September 1895, Hermann Buhl führte 1951 die erste Winterbegehung an.
Die Namen der Erstbesteiger leben als Spitznamen im Mayrhofner Dialekt weiter: Georg Lechner hieß „Schneider-Jörgl“, Jakob Huber „Gainer-Jakl“. Die Besteigung von 1847 durch Peter Karl Thurwieser mit diesen beiden Einheimischen wurde damals veröffentlicht und geriet in Vergessenheit; erst 1901 korrigierte die Zeitschrift des Alpenvereins die Chronik, nachdem lange Moritz von Déchy (1874) als Erster galt.
Bergsteigerinnen und Bergsteiger sollten mit technischen Anforderungen rechnen und entsprechende Ausrüstung mitbringen. Wetterbedingungen in dieser Höhe können sich schnell ändern und machen angepasste Vorbereitung notwendig.
Die Erstbegehung der Nordwestwand am 25. September 1895 durch Fritz Drasch und Johannes Lechner nahm das Interesse an großen Nordwänden ab den 1920er Jahren um Jahrzehnte vorweg. 1951 führte Hermann Buhl die erste Winterbegehung dieser Wand.
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