Deutschordenskirche Friesach, Deutschordenskirche in Friesach, Österreich
Die Deutschordenskirche Friesach ist dem heiligen Blasius geweiht und steht außerhalb der Stadtmauer im Süden von Friesach. Langhaus und Chor mit gelben Mauern sind im Kern romanisch, der Chor wurde im 15. Jahrhundert verlängert; der dreigeschoßige Turm trägt seit 1738 einen barocken Zwiebelhelm. Im ersten Chorjoch sind Fresken von etwa 1170–1180 erhalten.
Die romanische Saalkirche wurde vermutlich von Benediktinermönchen des Stiftes Admont erbaut, die um 1167 in Friesach eine Niederlassung besaßen, rund hundert Jahre bevor der Deutsche Orden noch vor 1275 an diesen Ort übersiedelte. Brände 1461 und 1582 führten zu Wiederaufbauten; 1492 wurde der verlängerte Chor neu geweiht. Nach einer Generalvisitation 1719 erfolgte die Barockisierung, und 1738 erhielt der Turm nach Plänen Michael Robwalters seinen Zwiebelhelm.
Der Hochaltar ist ein spätgotischer Flügelaltar, der 1883 aus der Wallfahrtskirche Heiligengestade am Ossiacher See erworben wurde; seine Flügel entstanden um 1512 in der Werkstätte des Thomas von Villach. Die Chorfenster wurden Ende des 19. Jahrhunderts von Adelsfamilien gestiftet und zeigen neben Wappen Heilige wie Franziskus, Aloisius von Gonzaga und Maximilian.
Der Zutritt zur Kirche ist nur nach vorheriger Vereinbarung möglich, indem man den Pförtner des Hospitals des Deutschen Ordens kontaktiert. Eine vorausschauende Planung ist notwendig, um einen Besuch zu organisieren.
Das spitzbogige Südportal wurde von der 1891 abgebrochenen Wallfahrtskirche Heiligengestade erworben und verbindet das Langhaus heute über einen Trakt mit dem Kloster. Über dem barocken Westportal hängt ein lateinisches Kreuz mit stilisierten Evangelistenfiguren, das von den Langobarden stammen könnte, dessen Echtheit aber bezweifelt wird.
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