Hochjochferner, Alpengletscher zwischen Sölden, Österreich und Schnals, Italien.
Der Hochjochferner ist ein Gletscher zwischen Österreich und Italien, der sich auf einer Fläche von etwa 185 Hektar ausstreckt. Die Eisschicht liegt zwischen 2.800 und 3.200 Metern Höhe in den Ötztaler Alpen und verbindet zwei Länder mit seinem ausgedehnten Schnee- und Eisfeld.
Die Eismasse bildete sich während der letzten Eiszeit und prägt seither die alpine Landschaft beiderseits der Grenze. Eine bedeutende Entdeckung ereignete sich 1991 in der Nähe des Gletschers, als man eine menschliche Mumie fand, die Einblicke in das Leben vor etwa 5.300 Jahren gab.
Im September treiben Hirten Hunderte von Schafen und Ziegen aus österreichischen Weiden über das Gletschergebiet hinab, wobei sie eine traditionelle alpine Viehtrift aufrechterhalten. Diese jährliche Wanderung durch die hochalpine Landschaft verbindet bis heute Gemeinschaften auf beiden Seiten der Grenze miteinander.
Ein Seilbahnsystem verbindet die Täler mit höheren Bereichen und ermöglicht den Zugang zur Gletscherregion. Die beste Zeit für Besuche ist von Juni bis September, wenn Wege begehbar und Bedingungen am sichersten sind.
Während der Sommerschmelze entstehen auf der Gletscheroberfläche natürliche Seen, die das Eis in verschiedenen Blautönen funkeln lassen. Das Umland beherbergt spezialisierte alpine Pflanzen wie Moose und Flechten, die nur in dieser rauen Höhenlage gedeihen.
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