Evangelische Pfarrkirche St. Pölten, Neugotische protestantische Kirche in St. Pölten, Österreich.
Die Evangelische Pfarrkirche St. Pölten ist ein neugotischer Bau, der 1891 bis 1892 nach Plänen des Architekten Ludwig Schöne errichtet wurde, mit Turmfassade zur Julius-Raab-Promenade und Längsfassade zur Heßstraße. Der Turm trägt ein Pyramidendach, ein Spitzbogenportal, ein Tympanon mit Agnus-Dei-Relief und ein Rosettenfenster; die Fassade mit Ritzquaderung hat getreppte Strebepfeiler und Spitzbogenfenster. Innen hat der Saalraum ein Kreuzrippengewölbe, der Chor schließt gerade ab.
Die Kirche wurde 1891 bis 1892 nach Plänen des Architekten Ludwig Schöne errichtet, das Pfarrhaus folgte 1900 nach Plänen von Josef Zeillinger. Eine Generalsanierung 2014 verband beide Bauten durch ein neues Eingangsfoyer mit gläserner Überdachung zu einem als Gemeindesaal genutzten Atrium. Der Kirchenraum wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt neu gestaltet, wobei erhaltene Originalsubstanz mit schlichten Neuschöpfungen für den liturgischen Gebrauch verbunden wurde.
Die Pfarrgemeinde ist gemischt konfessionell: Sie beheimatet Angehörige der Evangelischen Kirche A. B. und der Evangelischen Kirche H. B. und ist die Hauptkirche der Evangelischen Superintendentur A. B. Niederösterreich. Der Name Agnus Dei, das Lamm Gottes, erscheint als Relief im Tympanon über dem Spitzbogenportal der Turmfassade.
Die Kirche steht auf einem Grundstück zwischen Schießstattring, Julius-Raab-Promenade und Heßstraße; die Turmfassade mit dem Spitzbogenportal liegt an der Julius-Raab-Promenade 8, die Längsfassade an der Heßstraße 18. Seit der Generalsanierung 2014 verbindet ein neues Eingangsfoyer mit gläserner Überdachung Kirche und Pfarrhaus zu einem Atrium, das als Gemeindesaal dient.
Von den ursprünglich drei Glocken im Turm überstand nur eine die beiden Weltkriege. Die Orgel von 1959, erbaut von Orgelbau Pirchner, war eines der ersten Instrumente der Orgelbewegung nach dem Zweiten Weltkrieg in Ostösterreich; die Windanlage der Vorgängerorgel von 1892 blieb erhalten, sodass sich auch ohne Strom spielen lässt.
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