Marienbrücke, Straßenbahn- und Straßenbrücke im Bezirk Leopoldstadt, Wien, Österreich
Die Marienbrücke ist eine Straßen- und Straßenbahnbrücke über den Donaukanal, die am nördlichen Ende des Schwedenplatzes die Wiener Bezirke Innere Stadt und Leopoldstadt verbindet. Sie wurde zwischen 1951 und 1953 nach Plänen von Karl Jäger errichtet, war die erste große Stahlbetonbrücke im Raum Wien und ist fünf Meter breiter als ihr Vorgängerbau. In Brückenmitte steht eine vereinfachte Nachbildung der Jugendstil-Madonna von Hans Schwathe.
Eine erste Marienbrücke entstand 1905–1906 als Stabbogenbrücke nach Plänen von Josef Hackhofer und Albert Hans Pecha; Otto Wagner hatte 1904 im Wettbewerb sein nicht verwirklichtes Projekt „Vindobonabrücke“ eingereicht. Im April 1945 wurde die Brücke bei der Schlacht um Wien gesprengt. Die heutige Stahlbetonbrücke, die erste große ihrer Art im Raum Wien, wurde 1951–1953 nach Plänen von Karl Jäger errichtet und am 25. Oktober 1953 von Bürgermeister Franz Jonas eröffnet.
Die Brücke ist ein alltäglicher Übergang für Wiener, die zwischen den Stadtteilen pendeln und dabei die typischen Straßenbahnlinien nutzen. Sie zeigt, wie der öffentliche Nahverkehr und der Autoverkehr hier nebeneinander funktionieren und das städtische Leben prägen.
Die Brücke ist rund um die Uhr für Fußgänger und Fahrzeuge zugänglich und kann leicht von beiden Ufern des Donaukanals erreicht werden. Es ist hilfreich zu wissen, dass die Straßenbahn regelmäßig fährt, was bedeutet, dass Besucher zu Stoßzeiten mit vollen Bahnen rechnen sollten.
Das Bauwerk stammt aus den 1950er Jahren und zeigt noch heute die konstruktiven Lösungen jener Zeit, die es möglich machten, zwei verschiedene Verkehrsarten auf engstem Raum unterzubringen. Wer die Brücke zu Fuß überquert, kann beobachten, wie diese frühe Ingenieursarbeit auch unter modernem Verkehrsaufkommen funktioniert.
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