Rotenturmtor, Mittelalterlicher Turm im Zentrum Wiens, Österreich
Der Roter Turm ist ein Backsteingebäude mit spitzem Dach und vier Eckttürmen, das einst Teil der mittelalterlichen Stadtmauer war und sich in der Nähe des Donaukanals befand. Ein Mosaikplakette an einem Gebäude an der Ecke Rotenturmstrasse kennzeichnet heute den genauen Ort, wo diese Struktur ursprünglich stand.
Der Turm wird erstmals 1288 dokumentiert und wurde 1511 unter Kaiser Maximilian I. nach Beschädigungen während der Belagerung durch Matthias Corvinus wiederaufgebaut. Diese Instandsetzung stärkte die Befestigung nach einer Phase intensiver Angriffe.
Der Turm war ein wichtiger Ort für Zeremonien und markierte einen zentralen Eingang zur Stadt, wo Herrscher nach Kriegszügen und Krönungen empfangen wurden. Diese zeremonielle Funktion prägte das Erscheinungsbild des Ortes bis ins 17. Jahrhundert.
Der Ort ist leicht zu erreichen und befindet sich in einer belebten Gegend in der Nähe des Donaukanals, was ihn zu einem natürlichen Punkt beim Erkunden des Zentrums macht. Da nur eine Gedenkplakette den ursprünglichen Standort kennzeichnet, sollte man beim Spaziergang durch die Straßen besonders aufmerksam sein.
Ein besonderer Brauch war ein Stück Speck, das in der Toröffnung hing und nur von Männern entfernt werden durfte, die nicht von ihren Ehefrauen beeinflusst wurden. Dieser humorvolle Test war ein Zeichen des lokalen Witzes und der sozialen Gewohnheiten der mittelalterlichen Stadt.
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