Schwedenbrücke, Stahlbrücke über den Donaukanal in Wien, Österreich
Die Schwedenbrücke ist eine Spannbetonbrücke über den Donaukanal, die Innere Stadt und Leopoldstadt verbindet. Sie wurde 1954/55 nach Plänen von Fritz Leonhardt und Adolf Hoch errichtet, ist 78,8 m lang und rund 27 m breit, mit Stützweiten von 12,2 + 55,4 + 12,2 m. Drei gevoutete Hohlkästen sind durch Querriegel miteinander verbunden.
Eine 1368 urkundlich erwähnte hölzerne Schlagbrücke war bis 1782 die einzige feste Verbindung der Stadt zum Unteren Werd. 1819 ersetzte sie die Ferdinandsbrücke, eine Holzkonstruktion mit steinernem Mittelpfeiler und zwei 30 m weiten Öffnungen. Am 21. Mai 1909 begann der Abbruch; die stählerne Bogenbrücke von Otto Wagner wurde am 27. April 1911 eröffnet. 1945 durch Bomben zerstört, erfolgte am 2. Mai 1946 die neuerliche Verkehrsfreigabe.
Die Brücke trägt seit 1919 den Namen Schwedenbrücke als Dank für die humanitäre Hilfe Schwedens nach dem Ersten Weltkrieg, besonders für die Unterstützung Wiener Kinder. Dieser Name erinnert täglich an die Solidarität zwischen den Völkern in schwierigen Zeiten.
Der Übergang liegt zentral zwischen Schwedenplatz und Leopoldstadt und ist für Fußgänger, Radfahrer und motorisierten Verkehr leicht zugänglich. Die Brücke wird täglich von zehntausenden Fahrzeugen, Straßenbahnen und Radfahrern genutzt, daher sollte man dort zu Stoßzeiten mit Menschenmassen rechnen.
Der am Brückenstandort beobachtete Pegel diente zur Definition des Wiener Nulls: 4,00 m über dem Pegelnullpunkt, das sind 156,68 m über Adria. Im August 2017 malte der australische Graffiti-Künstler Lush Sux auf einen Pfeiler unter dem Tragwerk Donald Trump und Kim Jong-un mit vertauschten Frisuren.
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