Schloss Vöstenhof, Renaissance-Schloss in Bürg-Vöstenhof, Österreich.
Schloss Vöstenhof ist ein mittelgroßes Schloss in Bürg-Vöstenhof in Niederösterreich, das in seinem eigenen Park auf leicht erhöhtem Gelände liegt. Es hat einen fast quadratischen Grundriss mit einem großen äußeren Hof und einem kleinen inneren Hof. Erhalten sind Teile der Ringmauer und Eckbastionen. Der Hauptturm in der Westecke des Nordflügels, wahrscheinlich der Kern des mittelalterlichen Bergfrieds, hat im Erdgeschoss ein Kreuzrippengewölbe. Die Nordfassade trägt zwei Reliefs aus dem 17. Jahrhundert, und die im 13. Jahrhundert erbaute Schlosskapelle mit Kreuzgewölbe aus dem 16. Jahrhundert und reich geschnitzten Kirchenbänken aus dem 16. Jahrhundert ragt teilweise in den Innenhof des Westflügels.
Die wahrscheinlich im 13. Jahrhundert als Feste zum Hof erbaute Burg ging 1381 von Albero Stuchs von Trautmannsdorf an Herzog Albrecht III. 1592 kaufte Hieronymus Wurmbrandt das Anwesen und ließ es 1597 zum heutigen Renaissanceschloss umbauen. Von 1621 bis 1912 im Besitz der Grafen Hoyos, verfiel es im 19. Jahrhundert, bis 1894 die Restaurierung begann; 1910–12 wurde der Bergfried erhöht und die Fassade erneuert, danach folgten die Fürsten Schwarzenberg und die Familie Czernin.
Der Name Vöstenhof geht auf die mittelalterliche „Feste zum Hof“ zurück, die später als „Hoff zu Neydeckh“ bezeichnet wurde, als die Familie Neidegger bis 1592 darüber verfügte. Im Inneren springt die im 13. Jahrhundert erbaute Schlosskapelle teilweise in den Innenhof des Westflügels vor; ihr Kreuzrippengewölbe und die reich geschnitzten Holzbänke stammen aus dem 16. Jahrhundert, die Glasmalerei aus dem 20.
Schloss Vöstenhof ist in Privatbesitz und nicht öffentlich zugänglich; eine Besichtigung ist nicht möglich, der Bau nur von außen zu sehen. Es liegt leicht erhöht im eigenen Park in Bürg-Vöstenhof, umgeben von Resten der Ringmauer und Eckbastionen. Über den steinernen Brücke über den trockenen Graben erreicht man das rundbogige Portal im niedrigen Torturm.
Die Arbeiten von 1910 bis 1912, bei denen der Bergfried erhöht und die Fassade erneuert wurden, fallen nicht mehr in die Hoyos-Zeit: Die Grafen Hoyos besaßen das Schloss von 1621 bis 1912 und ließen es im 19. Jahrhundert verfallen, die Restaurierung begann erst 1894. Danach kauften die Fürsten Schwarzenberg das Schloss, später ging es an die Familie Czernin über.
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