Dommuseum Salzburg, Diözesanmuseum in Salzburg, Österreich
Das Dommuseum Salzburg befindet sich im Südoratorium des Salzburger Doms und ist zugleich das Diözesanmuseum. Die Dauerausstellung zeigt Kunstschätze des 8. bis 18. Jahrhunderts aus der Erzdiözese Salzburg, darunter kostbare liturgische Geräte aus dem Domschatz sowie gotische und barocke Gemälde und Skulpturen von Meinrad Guggenbichler, Georg Raphael Donner, Johann Michael Rottmayr und Paul Troger.
Kanonikus Josef Lahnsteiner begann vor dem Ersten Weltkrieg, für ein wiedererrichtetes Dommuseum zu sammeln; Teile der Sammlung wurden 1954 anlässlich der Weihe des wiederaufgebauten Doms gezeigt. Der Beschluss zur Gründung eines öffentlich zugänglichen Museums fiel 1972, eröffnet wurde es 1974. Seit 2014 ist es Teil des DomQuartiers Salzburg.
Der Name des Museums verweist auf den Dom selbst, denn es liegt im Südoratorium des Salzburger Doms und ist zugleich Diözesanmuseum. Die 1974 rekonstruierte Kunst- und Wunderkammer bewahrt die originalen Schaukästen des 17. Jahrhunderts in acht Gruppen, von Rosenkränzen und Mineralien bis zu Elfenbein-, Steinbockhorn- und Bergkristallarbeiten.
Das Museum ist Teil des groesseren DomQuartier-Komplexes, wodurch Besucher mehrere Ausstellungen mit einem Ticket erreichen koennen. Man sollte gute Schuhe tragen und sich Zeit fuer die Erkundung des gesamten Komplexes nehmen, da die Raeume miteinander verbunden sind.
Die Kunst- und Wunderkammer im südlichen Dombogen wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts unter den Erzbischöfen Max Gandolf von Kuenburg und Guidobald von Thun angelegt. Sie umfasste einst über 130 Bergkristallarbeiten aus der fürsterzbischöflichen Schleiferei, ein Bestand, den in Europa nur die Sammlungen Ludwigs XIV. und des Herzogs von Savoyen übertrafen. Ein großer Teil liegt heute im Palazzo Pitti in Florenz; 1974 wurde die Kammer rekonstruiert.
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