Fuchsenhof, Denkmalgeschütztes Objekt in Freistadt, Österreich.
Der Fuchsenhof ist eine ehemalige Schlossanlage rund 800 Meter südwestlich von Freistadt im Mühlviertel. Der dreigeschoßige Fronttrakt trägt einen viergeschoßigen Turm mit Spitzdach, vermutlich aus dem 17. Jahrhundert, der über dem Tor auf zwei Granitsäulen ruht. Hinter der gewölbten Halle sind ein Wohntrakt und umfangreiche Stallungen angebaut; der nach Süden gerichtete Rittersaal zeigt die Wappen der früheren Besitzer.
1377 erstmals als Rasteinhof urkundlich erwähnt, ein adeliger Freisitz innerhalb des Burgfriedens von Freistadt, verkaufte Heinrich von der Au den Hof 1398 an den Freistädter Bürger Hans Hafenpier. Ab 1478 hieß er Luzengut; ab 1528 führte die Familie Weissenauer einen langen Streit mit der Stadt über seinen Status, den Kaiser Maximilian II. 1573 entschied. 1623 kaufte Ulrich Fuchs den Hof, daher der heutige Name; der Turm stammt aus dem 17. Jahrhundert.
Der Name Fuchsenhof geht auf Ulrich Fuchs zurück, der das Gut 1623 kaufte; zuvor hieß es Rasteinhof und Luzengut. Im Rittersaal im ersten Stock hängen die Wappen der jeweiligen Besitzer, der Raum ist mit altdeutschem Mobiliar eingerichtet. Der Hof wird heute noch bewirtschaftet, mit umfangreichen landwirtschaftlichen Nutzflächen und einer großen Rindermast.
Der Fuchsenhof liegt rund 800 Meter südwestlich des Freistädter Zentrums, die Böhmerwald Straße Richtung Bad Leonfelden führt in etwa 100 Metern vorbei. Der Hof wird landwirtschaftlich genutzt, daher sind von der Straße aus der dreigeschoßige Fronttrakt und der vorspringende Turm zu sehen. Der Turm ruht auf zwei Granitsäulen, die das Tor rahmen; die gewölbte Halle und der große Saal mit den Wappen der Besitzer sind nicht öffentlich zugänglich.
Im Spätherbst 1997 wurde beim Umpflügen eines Feldes neben dem Hof ein um 1270 vergrabener Silberschatz gefunden: mehr als 6700 Münzen sowie hunderte Silberobjekte und Schmuckstücke. Vermutlich hat ein Goldschmied ihn während der Kriege zwischen Ottokar II. Přemysl von Böhmen und Rudolf von Habsburg versteckt. Nach der Untersuchung 2004 veröffentlicht, ist er heute im Schlossmuseum Linz ausgestellt.
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