Goethedenkmal, Bronzestatue in der Inneren Stadt, Wien, Österreich
Das Goethedenkmal ist eine Bronzefigur des Dichters, der in einem breiten Sessel auf einem dreistufigen Postament aus italienischem Granit sitzt, das auf einem weit ausladenden, flachen, dreistufigen Podest steht. Das Postament trägt die Inschrift GOETHE. Das Denkmal ist insgesamt 5,55 m hoch, wobei der Sockel 2,62 m und die Dichterfigur mit Stuhl 2,93 m ausmachen. Es steht in der Goethegasse an der Ecke zum Opernring.
1889 wurde ein Wettbewerb für den Entwurf ausgeschrieben, doch die Kommission traf keine endgültige Entscheidung; Viktor Tilgners Entwurf wurde wegen abweichender Proportionen „aus technischen Gründen“ ausgeschlossen, und der Auftrag ging an Edmund von Hellmer. Errichtet wurde das Denkmal auf Kosten des Wiener Goethe-Vereins, den der Goetheforscher Karl Julius Schröer am 4. Jänner 1878 gründete. Das Modell war 1895 fertig, der Guss erfolgte in der Berndorfer Metallwarenfabrik, die Enthüllung am 15. Dezember 1900.
Das Denkmal wurde auf Kosten des Wiener Goethe-Vereins errichtet, den der Goetheforscher Karl Julius Schröer am 4. Jänner 1878 gründete. Schröer forderte zudem die kleine halbkreisförmige Grünfläche mit drei Bäumen hinter dem Monument, die der Sitzfigur einen grünen Hintergrund gibt.
Das Denkmal steht an der Goethegasse Ecke Opernring auf einer gepflasterten Fläche, die Fußgängern offensteht. Das dreistufige Postament und der gerundete Granitsockel lassen sich umrunden; die Sitzfigur blickt zur Straße. Gegenüber auf der anderen Seite der Ringstraße, am Schillerplatz, steht das Schillerdenkmal.
Der Granit des Sockels ist wegen seines hohen Urangehalts radioaktiv; unmittelbar neben dem Denkmal liegt die Strahlung etwa beim Vierfachen der Hintergrundstrahlung der Umgebung. Rückseitig wurde auf Wunsch Karl Julius Schröers eine kleine halbkreisförmige Grünfläche mit drei Bäumen angelegt, die der Sitzfigur einen grünen Hintergrund gibt.
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