Palais Rothschild, Klassizistischer Palast im Bezirk Wieden, Wien, Österreich.
Der Palais Rothschild war ein dreigeschossiges Gebäude mit französischer Neorenaissance-Architektur und einer U-förmigen Grundform. Ein imposantes Treppenhaus aus Marmor prägte die Eingangshalle des Bauwerks.
Der Palast wurde als Wohnsitz der Rothschild-Familie erbaut und diente später nach 1938 als Zentrum für Emigrationsverwaltung unter der Besatzung. Das Gebäude wurde 1954 abgerissen, da seine massive Bauweise den Abriss erschwerte.
Die Familie Rothschild nutzte den Palast als Zentrum ihres Lebens in Wien und zeigte ihre Kunstsammlung und Möbelstücke, die sie über Jahrzehnte hinweg zusammengetragen hatte. Der Ort spiegelte ihre Rolle als wichtige Akteure in Europas Finanzwelt wider.
Das Gebäude befand sich in der Heugasse 26, später Prinz-Eugen-Straße 20-22, im Bezirk Wieden. Da es längst nicht mehr steht, können heute nur historische Aufzeichnungen und Fotografien einen Eindruck von seinem Aussehen vermitteln.
Das Gebäude war Standort einer privaten Sternwarte mit Teleskopen für astronomische Beobachtungen. Im Inneren befand sich auch eine seltene Orchestrion, eine mechanische Maschine, die die Klänge eines vollständigen Orchesters nachahmen konnte.
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