Johannes-Nepomuk-Kapelle, Katholische Kapelle in Leopoldstadt, Wien, Österreich.
Die Johannes-Nepomuk-Kapelle Am Tabor ist eine kleine rechteckige Kapelle an der Nordseite der Taborstraße vor dem Haus Nr. 89 im 2. Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt. Sie trägt ein Glockendach, und ihre Hauptfassade öffnet sich mit einer von Pilastern gerahmten Korbbogenöffnung, darüber ein Relief aus Girlanden, Muscheln und Puttenköpfen. Im Inneren steht eine steinerne Statue des heiligen Johannes Nepomuk mit Putten und Kreuz auf einem Volutenpostament.
Die Kapelle wurde 1728 als Linienkapelle errichtet, eine der dem heiligen Johannes Nepomuk geweihten Kapellen an den Toren des Wiener Linienwalls. Ihre steinerne Statue des Heiligen mit dem Chronogramm 1728 stand ursprünglich in der um 1730 erbauten Hauskapelle des nahen Mautgebäudes und wurde 1879 hierher transferiert. 1963 wurde die Kapelle aus Verkehrsrücksichten an die nördliche Seite der Taborstraße versetzt und blieb im 2. Bezirk; die 1994 von Felix Czeike veröffentlichte Angabe, sie liege im 20. Bezirk, ist ein Irrtum.
Die Kapelle ist eine von zahlreichen Johannes-Nepomuk-Widmungen Wiens; der Heilige wurde gewählt, weil die Linienkapellen bei Brücken über den Wallgraben standen. Die steinerne Statue im Inneren, mit Putten und Kreuz auf einem Volutenpostament, stammt aus der Hauskapelle des nahen Mautgebäudes (Am Tabor 2, Taborstraße 80) und wurde 1879 hierher übertragen. Die Inschrift am Postament trägt das Chronogramm 1728.
Die Kapelle steht an der Nordseite der Taborstraße vor dem Haus Nr. 89, nahe der platzartigen Verbreiterung an der Kreuzung Nordwestbahnstraße/Scherzergasse/Am Tabor. Unmittelbar links von ihr verläuft die Grenze zum 20. Wiener Gemeindebezirk. Die Straßenbahnlinie 5 fuhr einst durch die Trunnerstraße am früheren Standort vorbei; heute erreicht man die Kapelle zu Fuß von den umliegenden Straßen.
Die steinerne Statue im Inneren ist älter als die Kapelle: Sie stand in der um 1730 erbauten Hauskapelle des nahen Mautgebäudes (Am Tabor 2, Taborstraße 80) und wurde 1879 hierher übertragen. Ihr Volutenpostament trägt ein Chronogramm, das das Jahr 1728 nennt, das Baujahr der Kapelle.
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