Palais Grassalkovics, Klassizistischer Palast in Leopoldstadt, Wien, Österreich
Das Palais Grassalkovics ist ein dreigeschoßiger klassizistischer Bau in der Oberen Augartenstraße in der Leopoldstadt. Ein dreiachsiger Mittelrisalit mit ionischen Riesenpilastern gliedert die Fassade, die von einem Mansardwalmdach mit Attikabrüstung abgeschlossen wird. Das Mittelfeld zeigt das fürstliche Wappen mit den Initialen M. T.; über dem Korbbogenportal trägt ein Balkon mit Schmiedeeisengitter auf vier toskanischen Säulen.
Fürst Anton Grassalkovics II. kaufte 1789 die Parzelle an der heutigen Oberen Augartenstraße und begann mit der Umgestaltung eines eingeschoßigen Gebäudes, das Johann Georg Mayer ab 1780 errichtet hatte. Das Palais wurde kurz vor dem Tod des Fürsten 1794 fertiggestellt; sein Sohn Antal III. verkaufte es 1796, um Schulden zu begleichen. Die Stadt erwarb den heruntergekommenen Bau 1975, von 1991 bis 2014 war er Sitz des Wiener Tourismusverbandes.
Das Palais ist nach Fürst Anton Grassalkovics II. benannt, der 1789 die Parzelle kaufte und mit der Umgestaltung des bestehenden eingeschoßigen Gebäudes begann. Die Familie Grassalkovich war ungarischer Adel; Antons Vater war Finanzminister Maria Theresias. Später residierte hier die Getränkefirma Almdudler, von 1991 bis 2014 der Wiener Tourismusverband.
Das Palais befindet sich in der Leopoldstadt und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar, insbesondere über die Haltestelle Taborstraße. Von der Station Praterstern ist es nur ein kurzer Spaziergang entfernt.
Das fürstliche Wappen am Mittelrisalit trägt die Initialen M. T., was zur volkstümlichen, aber falschen Bezeichnung „Maria-Theresia-Schlössl“ führte. Die Initialen stehen tatsächlich für Mária Terézia Esterházy, die Gemahlin von Anton Grassalkovich.
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