Vereinssynagoge Malzgasse, Denkmalgeschützte Synagoge im Bezirk Leopoldstadt, Wien, Österreich.
Die Vereinssynagoge Malzgasse ist ein einstöckiges Gebäude in einem Innenhof des Komplexes der Talmud-Thora-Schule an der Malzgasse 16 in Leopoldstadt. Der Bau zeichnet sich durch seine Lage im Schulgelände aus und war eng mit der jüdischen Bildungsarbeit verbunden.
Das Gebäude entstand 1884 nach Plänen von Friedrich Schreier als Synagoge für die jüdische Gemeinde. Eine umfassende Umgestaltung folgte 1906 unter der Regie der Architekten Isidor Giesskann und Theodor Schreier.
Im Jahr 1913 beherbergte der Ort das erste jüdische Museum weltweit und war damit ein Zentrum für die Bewahrung jüdischer Kultur. Besucher können heute noch spüren, wie dieser Ort als Ort der Erinnerung und des Lernens genutzt wurde.
Der einstige Synagogenraum funktioniert heute als Sporthalle, während das Gebäude seinen Status als geschütztes Denkmal behält. Der Ort ist Teil des Schulkomplexes und kann am besten während der Schulöffnungszeiten besucht werden.
Bei Bauarbeiten im Februar 2018 entdeckten Arbeiter Überreste eines Feuers aus dem Jahr 1938, darunter Schulutensilien und Gegenstände aus dem Museum. Diese Funde verdeutlichen die dramatischen Ereignisse, die sich an diesem Ort während des Krieges zugetragen haben.
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