Wallfahrtskirche Christkindl, Barocke Wallfahrtskirche in Christkindl, Steyr, Österreich
Die Wallfahrtskirche Christkindl ist eine barocke Wallfahrtskirche im Steyrer Stadtteil Christkindl, errichtet als Rundbau mit vier Apsiden und zwei Fassadentürmen. Der Entwurf von Carlo Antonio Carlone orientiert sich am römischen Pantheon. Der um 1720 von Leonhard Sattler geschaffene Hochaltar schließt einen Fichtenstamm bis zu einer Höhe von 120 cm ein.
Der Bau begann 1702 unter dem Architekten Carlo Antonio Carlone, der während der Arbeiten verstarb. Jakob Prandtauer übernahm das Projekt und führte es bis zur Weihe im Jahr 1709 zu Ende.
Der Name Christkindl leitet sich direkt von der Wachsfigur des Christkindes ab, die im Tabernakel über dem Hauptaltar aufbewahrt wird und von einem Strahlenkranz umgeben ist. Pilger aus der Region kommen noch heute, um vor dieser Figur zu beten, die als Mittelpunkt des gesamten Gotteshauses gilt.
Die Kirche ist besonders während der Adventszeit belebt, wenn mechanische Krippendarstellungen in Betrieb sind und ein Weihnachtspostamt geöffnet hat. Wer außerhalb dieser Zeit kommt, findet eine ruhige Kirche, die das ganze Jahr über für Besucher offen ist.
Der in den Hochaltar einbezogene Fichtenstamm war bereits vor dem Kirchenbau ein Andachtsort; die hölzerne Kapelle, die ihn zuerst umschloss, ließ ein Bauer aus St. Ulrich aus Dank für die Genesung seines Kindes errichten. Der Stamm ist bis zu einer Höhe von 120 cm eingemauert und darüber mit Eisenstreben am Mauerwerk befestigt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.006 Mitwirkenden weltweit.