Wallfahrtskirche Christkindl, Barockwallfahrtskirche in Steyr, Österreich
Die Wallfahrtskirche Christkindl ist eine barocke Pfarrkirche in Steyr, Österreich, mit einem kreisförmigen Grundriss, vier Apsiden und zwei Ecktürmen. Das Innere ist reich verziert und wird von einer zentralen Kuppel überspannt, die dem Raum eine ungewöhnlich offene Form verleiht.
Der Bau begann 1702 unter dem Architekten Carlo Antonio Carlone, der während der Arbeiten verstarb. Jakob Prandtauer übernahm das Projekt und führte es bis zur Weihe im Jahr 1709 zu Ende.
Der Name Christkindl leitet sich direkt von der Wachsfigur des Christkindes ab, die im Tabernakel über dem Hauptaltar aufbewahrt wird und von einem Strahlenkranz umgeben ist. Pilger aus der Region kommen noch heute, um vor dieser Figur zu beten, die als Mittelpunkt des gesamten Gotteshauses gilt.
Die Kirche ist besonders während der Adventszeit belebt, wenn mechanische Krippendarstellungen in Betrieb sind und ein Weihnachtspostamt geöffnet hat. Wer außerhalb dieser Zeit kommt, findet eine ruhige Kirche, die das ganze Jahr über für Besucher offen ist.
Im Hauptaltar ist noch heute ein Kiefernstamm sichtbar, in dessen Astgabel Ferdinand Sertl 1691 eine Andachtsfigur des Christkindes aufstellte. Die gesamte Kirche wurde um diesen Baum herum gebaut, der damit buchstäblich ihr Fundament bildet.
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