Schloss Rosenegg, Denkmalgeschütztes Schloss in Garsten, Österreich
Schloss Rosenegg in Garsten ist eine zweistöckige Schlossanlage mit runden Türmen auf der rückwärtigen Seite, die zur Stabilisierung gegen Erdrutsche im Tal angelegt wurden. Das Gebäude zeigt die klassische Architektur eines österreichischen Herrensitzes mit solider Bauweise und durchdachtem Aufbau.
1383 erstmals als Bauernhof „Baumannsgütl in der Weng“ urkundlich erwähnt, gehörte das Gut der Familie Losensteiner, die es in diesem Jahr dem Stift Garsten schenkte. 1568 stellte Kaiser Maximilian II. für Andreas von der Pruckhen einen Freibrief aus, der das Gut zur eigenen Herrschaft „Schloss Rosenegg“ erhob. Andreas ließ den alten Hof 1572 abtragen und errichtete das heutige Schloss mit zwei Rundtürmen.
Den Namen Rosenegg verlieh ein Freiheitsbrief Kaiser Maximilians II. im Jahr 1568, als das Gut zur eigenen Herrschaft erhoben wurde. Die Schenkung der Losensteiner an das Stift Garsten 1383 finanzierte die Losensteiner Kapelle in der Abteikirche, die bis heute ihren Namen trägt. Die zwei Rundtürme, Pflichtattribute eines Schlosses, dienten Wohn- und nicht Wehrzwecken.
Schloss Rosenegg liegt im Ortsteil Pergern der Gemeinde Garsten im Bezirk Steyr-Land in Oberösterreich, auf der obersten Uferterrasse der Steyr. Die zwei Rundtürme und die hohe Fundamentmauer sind von der Flussseite am besten zu sehen, weil die Türme von der unteren Terrasse aus hochgezogen wurden. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und ist nicht als Museum geöffnet.
Die zwei Rundtürme mit Kegeldächern dienten nie der Wehr, sondern Wohnzwecken, und sie stehen nicht an der Eingangs-, sondern an der Parkseite. Weil das Schloss genau an der Außenkante der oberen Uferterrasse der Steyr errichtet wurde, zog man das Fundament der Außenmauer bis auf die untere Terrasse herab, um Hangrutschungen vorzubeugen.
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