Leopoldinentempel, Klassizistischer Tempel im Schlosspark Esterhazy, Eisenstadt, Österreich.
Der Leopoldinentempel ist ein runder Tempel mit 19 Säulen mit Palmetten-Kapitellen in einem formalen Gartensetting. Das Innere wird von einer flachen Kuppel überdeckt, deren bemalte Kassettendecke zentrale Räume strukturiert.
Der Tempel entstand zwischen 1818 und 1819 unter der Leitung des Architekten Charles Moreau als Gedenkstätte für Prinzessin Leopoldine Esterhazy. Die Anlage ersetzte einen älteren Ort und war Teil der umfassenderen Neugestaltung der Parklandschaft durch die Familie.
Das Denkmal zeigt stilistische Merkmale der Neoklassik, die die Bewunderung der Esterhazy-Familie für antike Formen widerspiegelt. Der Bau steht im Zentrum des Parks und verdeutlicht die barocke Gartentradition der Familie, die auch anderorts ihre Kunstliebe durch solche Strukturen ausdrückte.
Der Tempel liegt im Schlosspark und ist über mehrere Wege vom Gelände aus erreichbar, ohne dass Eintrittsgebühren anfallen. Besucher können das ganze Jahr über kommen, sollten aber bei feuchtem Wetter vorsichtig sein, da die Säulenringanlage auf ebenem Boden liegt.
Unter dem Tempel befindet sich ein künstliches Wassersystem mit Grotten und Wasserfällen, das während des Entwurfs mitgeplant wurde. Dieses verborgene Element schafft eine raffinierte Verbindung zwischen dem Tempel oben und der natürlichen Wasserlandschaft darunter.
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