Wertheimsteinpark, Öffentlicher Park in Döbling, Österreich
Der Wertheimsteinpark umfasst rund 62.500 m² in Oberdöbling, östlich der Döblinger Hauptstraße, und fällt steil zur Heiligenstädter Straße und zum Donaukanal ab. Sein unebenes Gelände folgt dem ehemaligen Krottenbachtal; der Bach wurde zwischen 1893 und 1930 eingewölbt, im Park blieb ein kleiner, von Quellen gespeister Teich mit Abflussgerinne erhalten. An den Hängen stehen alte und exotische Bäume.
1833 erwarb der Textilfabrikant Rudolf von Arthaber den Tullner Hof und ließ 1834/35 die Villa Wertheimstein mit Privatgarten und dem ersten Palmenhaus bürgerlicher Provenienz Österreichs errichten. Nach seinem Tod kauften Leopold und Josephine von Wertheimstein das Anwesen; ihre Tochter Franziska vermachte Villa und Park der Stadt Wien unter der Auflage, dass der Park immer öffentliche Grünfläche bleibt. Am 20. Juni 1908 wurde der Park für das Publikum freigegeben.
Die Villa, heute Sitz des Döblinger Bezirksmuseums mit einem Weinbaumuseum im Nebenhaus, trägt den Namen von Leopold und Josephine von Wertheimstein, deren literarischer Salon Schriftsteller wie Eduard von Bauernfeld und Ferdinand von Saar anzog. Ein Gedenkstein hält fest, dass ihre Tochter Franziska den Park 1907 der Stadt Wien vermachte – unter der Auflage, dass er für immer öffentliche Grünfläche bleibt.
Der Park liegt östlich der Döblinger Hauptstraße und fällt steil zur Heiligenstädter Straße und zur Vorortelinie ab; die Wege folgen diesem Gefälle, mit Steigungen ist zu rechnen. Der von natürlichen Quellen gespeiste Teich samt Abflussgerinne ist der letzte Rest des Krottenbachs, der zwischen 1893 und 1930 eingewölbt wurde. In der Villa ist das Bezirksmuseum Döbling untergebracht, im Nebenhaus ein Weinbaumuseum.
1959 entstand im Park der erste Blindengarten Mitteleuropas, nach Vorbildern in Brighton und Edinburgh; die meisten seiner Elemente wurden inzwischen entfernt. Im Park stehen zudem eine 1914 von Franz Seifert gestaltete Büste des Schriftstellers Ferdinand von Saar und eine 1975 aufgestellte Büste von Julius Schlegel, dem Retter der Kunstschätze von Montecassino.
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