Villa Hohe Warte, Städtisches Waisenhaus in Döbling, Österreich
Die Villa Hohe Warte ist ein 1907/08 von der Gemeinde Wien errichtetes sechsstöckiges Waisenhaus in der Hohen Warte 1–3 im 19. Bezirk Döbling. Drei Architekten des Stadtbauamtes – Eduard Lasch, Josef Pürzl und Julius Fröhlich – gaben ihr barock-sezessionistische Details und eine ehrenhofähnliche Anlage mit Ost- und Westflügel. Große Apartments von mindestens 150–200 m² lagen am Ende jedes Flügels, erreichbar über ein großes Stiegenhaus und einen langen Flur, wobei an jeden Flügel drei getrennt begehbare Klassenzimmer anschlossen.
Das Stadtbauamt Wien errichtete hier 1907/08 das sechste städtische Waisenhaus, entworfen von Eduard Lasch, Josef Pürzl und Julius Fröhlich mit barock-sezessionistischen Details um einen Ehrenhof. Im Sommer 1946 wurde es als Rädda Barnen-Kinderheim geführt und am 22. September 1946 von Margit Levinson im Beisein von Bürgermeister Theodor Körner eröffnet. 1999 wurden die sechs Wohngruppen ausgelagert; nach einer Besetzung 2008 wurde das Gebäude 2013 um 21 Mio. € verkauft.
Die Villa wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von einer schwedischen Hilfsorganisation betrieben und bot Platz für kleine Kinder. Der Ort spiegelte damals das Engagement wider, Kindern in schwierigen Zeiten ein Zuhause zu geben.
Das Gelände bietet Parks, Sportanlagen und Parkplätze, was es zu einem umfassenden Areal macht. Der Ort liegt in einem etablierten Wohngebiet und ist durch öffentliche Verkehrsmittel erreichbar.
Die 2019 begonnenen Sanierungsarbeiten sollten das Gebäude ab 2020 einer Nutzung als „UN-Botschaft China“ zuführen; dass diese Mission tatsächlich eröffnet wurde, belegen die Quellen nicht. Vor dem Verkauf besetzten am 11. und 12. Juli 2008 Aktivisten das leer stehende Haus, um ein selbst verwaltetes Wohnprojekt und ein offenes Sozial- und Kulturzentrum zu fordern.
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