Friedensbrücke, Verkehrsbrücke in den Bezirken Alsergrund und Brigittenau, Wien, Österreich
Die Friedensbrücke überquert den Donaukanal und verbindet den 9. Bezirk Alsergrund mit dem 20. Bezirk Brigittenau in Wien. Das Bauwerk trägt zwei Straßenbahnlinien, Autoverkehr und ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit U-Bahn-Anbindung.
Eine erste Eisenbrücke, nach Plänen von August Köstlin 1871/1872 von den Witkowitzer Eisenwerken mit Baumeister Wegerer errichtet, hieß nach der Namenspatronin Brigittenaus Brigittabrücke. 1892 wurde ihr Tragwerk für die Donaukanallinie der Stadtbahn um 90 Zentimeter gehoben. Der gestiegene Verkehr brachte Gewichtsbeschränkungen: 1919 wurden Lastautos verboten, Straßenbahnzüge passierten einzeln bei Lichtsignal.
Die Brücke ist nach der Brigittenau benannt, die das Patrozinium der heiligen Brigitta trägt; lange hieß sie Brigittabrücke. Seit 1873 fahren Straßenbahnen über sie, seit 1897 die elektrische Linie, ab 1907 als Linie 5 bezeichnet. Die 1901 eröffnete Stadtbahnstation am Alsergrunder Ufer hieß Brigittabrücke.
Die Brücke ist leicht zugänglich zu Fuß von beiden Ufern des Kanals, und die U-Bahn-Station U4 darunter bietet zusätzliche Orientierung. Besucher sollten berücksichtigen, dass die Straßenbahn- und Straßenverkehrsbewegungen während des Gehens laut sein können.
Die Eisenkonstruktion von 1871/1872 stammte von den Witkowitzer Eisenwerken nach Plänen von August Köstlin; sie hatte rund 65 Meter Spannweite und etwa 6 Meter Durchfahrtshöhe für die Schifffahrt. 1892 wurde das Brückentragwerk um 90 Zentimeter für die Donaukanallinie der Stadtbahn gehoben. 1919 war die Brücke so überlastet, dass Lastautos verboten wurden und die Straßenbahn nur noch zugweise mit Lichtsignal passieren durfte.
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