Gumpendorfer Pfarrkirche, Geschütztes Kirchengebäude in Mariahilf, Wien, Österreich.
Die Ägydiuskirche Gumpendorf ist eine freistehende Pfarrkirche, die von 1765 bis 1770 nach Plänen von Franz Sebastian Rosenstingl erbaut und 1792 durch Josef Reymund um den Turm ergänzt wurde. Die Fassade zeigt eine große ionische Pilasterordnung über hohem Sockel, einen vorspringenden Mittelturm mit Welscher Haube und Steinfiguren der Heiligen Josef und Leopold sowie römische Inschriftensteine aus der Zeit Kaiser Trajans in der Westfront. Der Innenraum besteht aus einem dreijochigen Hauptraum und einem rechteckigen Chor mit Bildern von Martin Johann Schmidt.
Das Kirchengebäude wurde 1770 errichtet und fügte sich in Wiens schnelle Entwicklung jenes Jahrzehnts ein, als viele neue Pfarrkirchen entstanden. Der Bau war eine Reaktion auf die wachsende Bevölkerung Mariahilfs im 18. Jahrhundert.
Die Kirche ist dem heiligen Ägidius geweiht und wird seit 1946 von den Eucharistinern geführt. Die Sonntagsgottesdienste finden um 8:00, 10:00 und 18:30 Uhr statt. In der Pfarre Gumpendorf gibt es eine Le+O-Ausgabestelle der Caritas, die armutsgefährdeten Menschen Lebensmittel und kostenlose Beratung bietet.
Das Gebäude liegt in Mariahilf und ist von der Straße aus sichtbar, sodass man es leicht in einem Spaziergang durch das Viertel findet. Die Kirche ist während der Gottesdienste zugänglich, also besuchen Sie sie am besten an Wochentagen oder Sonntagmorgen.
Links des Portals, nicht im Kircheninneren, hängen zwei Gedenktafeln. Die Haydn-Tafel schuf Bildhauer Robert Ullmann im Auftrag des Wiener Schubertbundes; enthüllt wurde sie am 30. März 1932 in Anwesenheit von Bundespräsident Wilhelm Miklas und nennt die Einsegnung von Haydns Leichnam am 1. Juni 1809. Die zweite Tafel, enthüllt am 13. März 2015, erinnert an Kardinal Franz König, der hier in seinen letzten Lebensjahren als Aushilfskaplan wirkte.
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