Hohe Villerspitze, Berggipfel in Tirol, Österreich
Die Hohe Villerspitze ist ein Felsberg in den Stubaier Alpen und besteht aus drei unterschiedlich hohen Gipfeln, die sich in der Sellrain-Kette erheben. Der höchste Punkt liegt auf etwa 3.087 Metern, während die anderen beiden Spitzen leicht darunter liegen und zusammen ein markantes Profil bilden.
Der Innsbrucker Carl Gsaller erreichte den Gipfel am 20. Juli 1878 im Alleingang, im zweiten Versuch, nachdem sein Bergführer Alois Tanzer am 1. Oktober 1877 gescheitert war. Gsaller startete an der Stöcklenalm im Oberbergtal und stieg über das Horntaler Joch und den Schiefen Gang, eine Folge von Felsbändern und Rissen, in zehn Stunden auf. Seine Route im UIAA-Grad II ist bis heute der Normalweg.
Der Name Villerspitze bezieht sich auf das Villertal, das Tal unterhalb des Berges. Die drei Felstürme bestehen aus Amphibolit, einem dunklen metamorphen Gestein, das dem Gipfel sein wuchtiges Aussehen verleiht. Kletterer nutzen noch heute die Route des Erstbesteigers, die durch den Schiefen Gang führt, eine Folge von geologischen Bändern und Rissen im Fels.
Der Aufstieg erfolgt über den Nordwestgrat mit mittlerem Schwierigkeitsgrad und erfordert alpine Erfahrung sowie sicheres Klettern an Felsen. Die Franz-Senn-Hütte bietet in den wärmeren Monaten Unterkunft und dient als guter Ausgangspunkt für die Besteigung.
Der Berg weist drei separate Gipfel mit unterschiedlichen Höhen auf: 3.087 Meter für den Südwestturm, 3.081 Meter mittig und 3.024 Meter nordwestlich.
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