Schloss Rothmühle, Schloss und Mühle in Rannersdorf, Schwechat, Österreich
Die Rothmühle ist ein zweigeschoßiges Barockschloss in Rannersdorf, Gemeinde Schwechat, aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts mit mittelalterlichem Kern. Die U-förmige Anlage ist nach Osten offen, die Westfront mehrfach geknickt; zwei polygonale Wehrtürme mit Zwiebelhelmen rahmen das Rundbogenportal, das man über eine Brücke mit Balustrade erreicht. Im Inneren liegen ein Festsaal mit Stuckdecke und zwei Deckenmalereien, eine Kapelle sowie der Schrödl-, Mozart- und Nestroysaal.
Die Rothmühle wurde um 1300 erstmals als Mühle urkundlich erwähnt und später als Stofffabrik, Lederfabrik und Arbeiterquartier genutzt. 1683 wurde sie während der Türkeninvasion verwüstet; der Graben wurde zugeschüttet und das Schloss wiederaufgebaut. Die Stadtgemeinde Schwechat kaufte das Gebäude am 28. April 1967 und sanierte es bis 1972, 2001 erfolgte eine weitere Generalsanierung.
Das Gebäude ist seit 1973 Schauplatz der jährlichen Nestroy-Theateraufführungen und zieht Zuschauer aus der Region an. Diese Veranstaltungen haben den Ort zu einem wichtigen Treffpunkt für darstellende Künste gemacht.
Besucher finden den Ort leicht zugänglich als Bed-and-Breakfast und Veranstaltungsort in Schwechat. Es ist ratsam, vorher zu prüfen, welche Bereiche für Besucher offen sind und ob gerade Events stattfinden.
Der Mozartsaal ist nach Wolfgang Amadeus Mozart benannt, der am 22. September 1773 die Rothmühle besuchte. Er ist einer der benannten Säle des Schlosses, neben dem Schrödlsaal und dem Nestroysaal.
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