Pfarrkirche Schwechat, Barockkirche in Schwechat, Österreich.
Die Pfarrkirche Schwechat ist eine spätbarocke Kirche, die von der Schwechater Hauptplatz zurückgesetzt mit dem zweigeschoßigen ehemaligen Pfarrhof und der Schule eine Ehrenhofanlage bildet. Der schmalen Westfassade ist ein dreizoniger, durch Pilaster gegliederter Glockenturm mit Segmentbogenfenstern, Uhrengiebeln und Zwiebelhaube vorgestellt; in Nischen stehen der hl. Florian und ein nicht identifizierter Soldatenheiliger, auf den Giebelvoluten König David und Moses.
Der Glockenturm wurde in der Spätbarockzeit 1757 fertiggestellt, während der Bau des Hauptkirchenschiffes später 1765 abgeschlossen und geweiht wurde. Diese Zwei-Phasen-Konstruktion spiegelt den baulichen Entwicklungsprozess des Standorts wider.
Der in die Apsisrundung eingeschmiegte Hochaltar wurde vom Tischler Josef Hauser gearbeitet, die Schnitzereien stammen von Johann Georg Hasler; das Altarbild mit der Predigt des hl. Jakobus malte Martin Johann Schmidt 1764. Im selben Jahr schuf Schmidt die beiden Seitenaltarbilder, Christus am Kreuz und die Maria Immaculata, samt ovalen Vorsatzbildern.
Die Kirche steht am Schwechater Hauptplatz, von der Straße zurückgesetzt hinter einem Ehrenhof, den sie mit Pfarrhof und ehemaliger Schule bildet; der Eingang liegt in der Westfassade unter dem Turm. Die Anlage ist ein geschütztes Denkmal, daher bleiben Besucher in den gekennzeichneten Bereichen und berühren die Einrichtung nicht.
Das Deckenfresko des Kirchenschiffes wurde während des Zweiten Weltkriegs durch Bombenschäden stark zerstört und verlor dabei wertvolle Malereien von Franz Anton Maulbertsch. Diese Verluste zeigen heute Spuren der Kriegszerstörungen, die das Gebäude erfahren hatte.
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