Kastell Ala Nova, Römisches Militärkastell in Schwechat, Österreich.
Castra Ala Nova war eine rechteckige Steinfestung, die etwa 3,5 Hektar Land an der Mündung des Schwechats in der Donau einnahm und mehrere Gebäudekomplexe für Truppen beherbergte. Heute erstrecken sich die archäologischen Reste über den Platz Alanovaplatz, wo ein Friedhof und eine Brauerei die oberirdischen Überreste prägen.
Der Bau begann Ende des 2. Jahrhunderts zunächst mit Holz und Erde und entwickelte sich später zu einer Steinfestung, die den Ufer des Reiches gegen Eindringlinge von Norden schützte. Das Lager spielte eine wichtige Rolle in der römischen Verteidigungsstrategie entlang der Donau bis in das 5. Jahrhundert.
Der Ort ist heute unter dem Namen Alanovaplatz bekannt, was auf die römische Vergangenheit hinweist und Besucher an die militärische Präsenz erinnert. Dieser Name verbindet die moderne Stadt mit ihrer antiken Schicht und zeigt, wie die römische Geschichte im alltäglichen Leben weiterleben kann.
Die Ausgrabungsstelle ist heute Teil des städtischen Gefüges und kann von außen beobachtet werden, wobei die modernen Strukturen auf dem Gelände die Tiefenlage der Überreste anzeigen. Ein Besuch ist in den lokalen Parks und Grünflächen möglich, von wo aus man das archäologische Potenzial des Ortes erahnen kann.
Der Name Ala Nova bedeutet im Lateinischen 'neu aufgestellte Reiterei' und verweist auf die Spezialisierung der Garnison als schnelle Eingreiftruppe zur Verteidigung der benachbarten Großforts. Diese Spezialisierung machte die Festung zu einem Ort, wo taktische Manöver und Patrouillen eine andere Rolle als in großen Lagern spielten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.