Ober St. Veiter Pfarrkirche, Pfarrkirche in Ober St. Veit, Hietzing, Österreich.
Die Ober St. Veiter Pfarrkirche ist eine spätbarocke katholische Kirche am Wolfrathplatz in Hietzing; ihr Kern ist gotisch, aus der Zeit als Teil einer Wehrkirche, und sie steht über Resten einer geböschten gotischen Stützmauer aus Bruchsteinen. Im Nordwesten ist sie mit dem ehemaligen Erzbischöflichen Schloss baulich verbunden. Das Langhaus wurde 1742 bis 1745 von Mathias Gerl umgebaut, unter Einbeziehung von Chor, Turm und Teilen des Langhauses; der Hochaltar von 1745 trägt ein Altarbild der Marter des hl. Veit von Fra Agostino a San Luca.
Die Pfarrkirche Ober St. Veit wurde 1260 und 1298 als Pfarrkirche urkundlich genannt; ihr Langhaus ist im Kern gotisch und war Teil einer Wehrkirche. 1365 kam sie an die Dompropstei St. Stephan, 1480 an das Bistum Wien. 1529 beschädigte ein Brand die Kirche, 1660 wurde sie wiederhergestellt, 1683 erneut beschädigt. Mathias Gerl baute sie 1742 bis 1745 unter Kardinal Sigismund von Kollonitz um und bezog Chor, Turm und Teile des Langhauses ein.
Das Patrozinium der Kirche lautet „Maria, Zuflucht der Sünder und St. Veit“, eine doppelte Widmung, die die lokale Frömmigkeit prägt. Der Hochaltar von 1745 trägt ein Altarbild der Marter des hl. Veit von Fra Agostino a San Luca; die Seitenaltarbilder zeigen die Himmelfahrt Mariä und die Glorie des hl. Josef von Gaetano de Rosa aus dem Jahr 1744.
Die Kirche steht am Wolfrathplatz in Ober St. Veit und ist im Nordwesten baulich mit dem ehemaligen Erzbischöflichen Schloss verbunden. Die 1904 zugemauerte Krypta unter dem Chor ist seit der Innenrenovierung um 2000 wieder vom Langgang aus zugänglich. Die Taufkapelle von 1994 ist sowohl vom Kircheninneren als auch über eine verglaste Verbindung vom Kirchenzugang erreichbar.
Die Krypta unter dem Chor wurde 1904 zugemauert und erst bei der Innenrenovierung um 2000 wieder vom Langgang aus zugänglich gemacht. Die 1994 nach Plänen von Hermann Bauer errichtete Taufkapelle hat eine gestufte Holzdecke, deren Verhältnis von Deckenhöhe zu Wandhöhe dem goldenen Schnitt folgt, einen Boden aus griechischem Marmor und einen Altartisch aus Wachauer Marmor mit zwölf reliefierten Apostelfiguren von Peter Niedertscheider.
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