Rappenlochschlucht, Enge Schlucht in Dornbirn, Österreich
Die Rappenlochschlucht ist eine rund 500 Meter lange Klamm im Ebniter Tal in Dornbirn, Vorarlberg, die von der Dornbirner Ach durch Kalk- und Mergelschichten des Bregenzerwaldgebirges geschnitten wird. Sie verläuft vom Gütle mit seiner Industrieansiedlung über den Standort der ehemaligen Rappenlochbrücke bis zur Rappenlochschluchtsperre, die den Staufensee aufstaut. Stege und Wege führen entlang der Felswände.
Die erste Brücke über die Klamm, eine Holzgewölbebrücke, wurde 1791 für einen Fahrweg nach Ebnit gebaut. 1845 fiel sie einem Feuer zum Opfer und wurde durch einen überdachten Holzbau ersetzt. Die fünfte Rappenlochbrücke wurde am 6. Juni 2023 eröffnet, nachdem von August 2021 an gebaut worden war. Ein Felssturz am 10. Mai 2011 riss etwa 15.000 Kubikmeter Gestein mit und zerstörte die Brücke.
Der Name geht möglicherweise auf Raben oder den Waldrapp zurück, einen im späten Mittelalter in den Alpen ausgestorbenen Ibis, der in engen Felsschluchten seine letzten Kolonien hatte. Seit 1905 ist der Schluchtweg für Wanderer geöffnet, und die Felswände dienten wiederholt als Kulisse für Kunstaktionen, etwa für eine Drahtskulptur des Dornbirner Künstlers Martin E. Greil am Eingang.
Der Weg beginnt beim Eingang im Gütle, führt unter der Rappenlochbrücke hindurch und endet an der Rappenlochschluchtsperre, die den Staufensee aufstaut. Nach dem Felssturz von 2011 verläuft die Steganlage als Stahlkonstruktion teils frei schwebend über dem Schutt; seit 24. August 2013 ist sie durchgehend begehbar. Die Dornbirner Ach kann bei Hochwasser bis zu 246 Kubikmeter Wasser pro Sekunde führen.
Am 10. Mai 2011 um 12:48 Uhr stürzten etwa 15.000 Kubikmeter Gestein in die Schlucht und rissen die Rappenlochbrücke mit; weder Fahrzeuge noch Personen waren auf der Brücke oder darunter. Ab 16. Juni 2011 diente eine militärische D-Brücke als Behelf, und am 24. August 2013 wurde der Wanderweg wieder durchgehend geöffnet.
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