Reinerhof, Denkmalgeschütztes Gebäude in Sackstraße, Graz, Österreich.
Der Reinerhof ist ein hakenförmiges Gebäude zwischen Schloßbergplatz und dem ehemaligen Palais Khuenburg, dessen Baukern aus dem 15. Jahrhundert stammt und dessen Biedermeierfassaden von 1839/1840 Georg Hauberisser der Ältere schuf. An der Nordseite sind drei Terrakotta-Reliefs mit Frühling, Sommer und Herbst zu sehen. Im Erdgeschoß des Osttraktes liegt eine kleine spätgotische Halle mit einem Mittelpfeiler, der ursprünglich bemalte Wappenschilder trug.
Das Gebäude existiert bereits vor 1164 und ist damit eines der ältesten erhaltenen Häuser der steirischen Hauptstadt. Seine lange Geschichte macht es zu einem wertvollen Zeugnis der städtischen Entwicklung über Jahrhunderte hinweg.
Das Gebäude trägt die Denkmalschutznummer 44333 und zeugt von der Bewahrung des österreichischen Architekturerbes durch die Jahrhunderte.
Der Reinerhof liegt zwischen Schloßbergplatz und dem ehemaligen Palais Khuenburg, das heute das Grazer Stadtmuseum beherbergt, an der Sackstraße. Im Erdgeschoß des längeren Nordtraktes, teilweise etwas unter dem Niveau des Schloßbergplatzes, befinden sich zwei Geschäfte und zwei Gastlokale; die Wohnungen darüber sind über eine kleine Freitreppe und eine Haustür an der Nordfassade erschlossen.
Die spätgotische Halle im Osttrakt hat einen einzigen Mittelpfeiler, der einst bemalte Wappenschilde trug; solche Einstützenräume stammen sonst meist aus dem 13. Jahrhundert. 1887/88 war Johann Puch Werkführer in der Fahrradabteilung des Nähmaschinenhändlers Luchscheider, und beim Räumen der Halle um 1997/98 fand man eine Drehbank aus jener Zeit.
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