Savoysches Damenstift, Adelsresidenz im ersten Bezirk, Wien, Österreich.
Das Savoysche Damenstift ist ein dreistöckiges Palais im Inneren Bezirk Wiens mit zehn Fensterachsen an der Fassade. Ein bleiernes Statue der Immaculata schmückt die Außenseite des Hauses und prägt sein Erscheinungsbild.
Das Palais entstand 1688 durch Zusammenlegung zweier älterer Häuser. Im 18. Jahrhundert kam es an Prinz Thomas Emanuel von Savoyen-Carignan, einen Neffen Prinz Eugens. Seine Witwe Maria Theresia Antonia, geborene Prinzessin Liechtenstein, machte es testamentarisch zum Sitz eines adeligen weltlichen Damenstifts unter Obhut des Liechtensteinischen Majorats. Die letzte Regentin war Gräfin Karoline Fünfkirchen († 8. Juli 1980).
Per Testament der Maria Theresia Antonia von Liechtenstein, Witwe des Prinzen Thomas Emanuel von Savoyen-Carignan, wurde das Palais ein weltliches adeliges Damenstift unter der Obhut des Liechtensteinischen Majorats. Letzte Regentin war Gräfin Karoline Fünfkirchen, gestorben am 8. Juli 1980; adlige Damen leben heute keine mehr im Haus. Die sozialdemokratische Ministerin Hertha Firnberg verbrachte hier ihren Alterswohnsitz und starb 1994 im Gebäude.
Das Palais liegt in der Johannesgasse 15–17 in der Inneren Stadt, wenige Schritte vom Verkehrsknoten Stephansplatz entfernt. Die Haupttreppe im Vestibül und das verzweigte Stiegenhaus im Hof sind aus Kaiserstein aus Kaisersteinbruch gefertigt. Das Haus wird noch immer vom Liechtensteinischen Majorat verwaltet, das Innere ist daher nicht allgemein zugänglich; zu suchen sind die Fassadenstatue und der Brunnen im Hof.
Im Innenhof befindet sich der Witwenbrunnen des Sarepta, ein früher klassischer Wandbrunnen, den Johann Martin Fischer und Franz Xaver Messerschmidt gemeinsam schufen. Dieser Brunnen ist ein seltenes Beispiel ihrer künstlerischen Zusammenarbeit in Wien.
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