Schillerplatz, Öffentlicher Platz in Innere Stadt, Wien, Österreich.
Der Schillerplatz ist ein öffentlicher Platz im historischen Zentrum Wiens, auf dem sich ein zentrales Denkmal für Friedrich Schiller befindet. Der Raum wird von klassizistischen Gebäuden umrahmt und besitzt eine gepflasterte Oberfläche, die Besucher zum Verweilen einlädt.
Das Gelände lag als unbebautes Glacis vor den Wiener Stadtmauern, bis diese um 1860 abgerissen wurden und der Stadterweiterungsfonds es in die Ringstraßenplanung einbezog. Zuvor befand sich hier der Kalkmarkt, der für den Platz verlegt wurde. 1870 benannte der Gemeinderat den Platz nach Friedrich Schiller, bereits mit Blick auf das Denkmal, das 1876 im Zentrum des 1877/78 gestalteten Schillerparks aufgestellt wurde.
Der Platz wurde nach dem deutschen Dichter Friedrich Schiller benannt und zieht Menschen an, die gerne Zeit im Freien verbringen und sich austauschen. Besucher können hier die Verbindung Wiens zu deutschsprachigen Künstlern und Denkern spüren, die die Stadt geprägt haben.
Der Platz liegt zwischen Opernring und Getreidemarkt, im Norden begrenzt von der Elisabethstraße; der Schillerhof auf Nr. 1–2 hat kein Tor zum Platz, seine Eingänge liegen um die Ecke in der Nibelungengasse 2–4 und der Elisabethstraße 9. Der Park wird vor allem von Studenten der Akademie der bildenden Künste und von Touristen genützt. Eine Sichtachse führt nach Norden über den Robert-Stolz-Platz zum Goethedenkmal am Ring.
Das von Johannes Schilling entworfene und 1876 enthüllte Denkmal zeigt Schiller mit den vier Lebensaltern sowie Allegorien des Genies, der Poesie, der Wissenschaft und der Heimatliebe. Schiller war einer der ersten Künstler – und nicht Herrscher oder Feldherren –, dem auf einem öffentlichen Platz in Wien ein repräsentatives Denkmal gewidmet wurde.
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