Palais Festetics, Vienna, Neurenaissance-Palast in Alsergrund, Wien, Österreich
Das Palais Festetics ist ein dreistöckiger Neurenaissancebau im Alsergrund mit symmetrischem Grundriss und zwei rundbogigen Eingängen im Erdgeschoss. Das Gebäude zeigt Dekorationen an seiner steinverkleideten Basis und offenbart bei näherem Betrachten seine sorgfältig komponierte Fassade.
Der Palast wurde 1858 von den Architekten Johann Romano und August Schwendenwein für die Gräfin Eugénie Festetics von Tolna erbaut, die ihn als private Residenz bewohnte. Das Gebäude prägt seit seiner Entstehung das Viertel und diente später anderen institutionellen Zwecken, bevor es in private Hände überging.
Der Palast prägt das Erscheinungsbild einer Wiener Gasse mit seinen neorokoko Räumen, die noch heute mit Gemälden geschmückter Wände zeigen, wie wohlhabende Familien des 19. Jahrhunderts ihr Zuhause gestalteten. Besucher können sehen, wie die Innenausstattung die Kunstgeschmack und gesellschaftlichen Werte jener Zeit widerspiegelt.
Das Gebäude befindet sich im Alsergrund, einem zentralen Viertel Wiens mit guter Erreichbarkeit durch öffentliche Verkehrsmittel und nahegelegene Straßenbahnen. Die äußere Erscheinung ist von der Straße aus sichtbar, aber ob das Innere zugänglich ist, hängt von der aktuellen privaten Nutzung ab und sollte vorab überprüft werden.
Das schmiedeeiserne Stiegengeländer führt in die Beletage mit vier Prunkräumen im Neo-Rokoko-Stil, den prächtigsten Innenräumen des Palais. Im Bogenscheitel der beiden seitlichen Rundbogenportale umschlingen zwei Harpyien eine Doppelkartusche, ein vom Straßenniveau leicht übersehenes Bildhauerdetail. Von 1897 bis 1939 beherbergte das Haus das Österreichische Handelsmuseum, ab 1898 auch dessen Export-Akademie.
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