Wallfahrtskirche Maria Schnee, Pfarrkirche in Lesachtal, Österreich
Die Wallfahrtskirche Maria Schnee ist eine gotische Pfarrkirche im Lesachtal in Österreich, die auf rund 1.170 Metern Höhe liegt. Das Gebäude besitzt eine markante Zwiebelhaube und wurde vom Architekten Bartolomeo Vierthaler entworfen.
Der Bau der Kirche begann im Jahr 1520, nachdem eine Frau namens Helena berichtet hatte, sie habe eine Vision empfangen, die sie anwies, an diesem Ort eine Kirche zu errichten. Seitdem hat das Gebäude seine Funktion als Wallfahrtsziel ohne Unterbrechung beibehalten.
Die Kirche ist Maria Schnee geweiht, doch das hier verehrte Bild ist ein Vesperbild, die Luggauer Madonna von 1513, die über dem Tabernakel steht und Brokatgewänder trägt. Pilger kommen aus Kärnten, der Steiermark, Salzburg, dem Cadore und der Carnia; die Bewohner von Sappada überqueren im September in etwa neun Stunden die Alpen, ein Gelübde von 1804 gegen die Viehpest, dem sich Gruppen aus Sauris, Forni di Sopra und Ampezzo anschließen, rund 300 Personen. Forni Avoltri pilgert im Juni zu Peter und Paul, und etwa 150 Gläubige aus dem Comelico folgen dem Cammino di Maria Luggau über den Pass Cima Vallona.
Die Kirche ist am besten mit einem eigenen Fahrzeug erreichbar, da öffentliche Verbindungen ins Lesachtal begrenzt sind. Aufgrund der Höhenlage sollte man wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk einplanen.
Die holzgeschnitzte Figur, die Helena 1513 erwarb, die Luggauer Madonna, steht noch heute über dem Tabernakel unter einem Baldachin, bekleidet mit Brokatgewändern. Der Überlieferung nach erlangte ein Mann, der sie während der Dacharbeiten stehlen wollte, seinen Verstand zurück, nachdem er aufgefordert wurde, sie wieder an ihren Platz zu stellen. Der Hochaltar um sie wurde 1749 vom Innsbrucker Hoftischler Paul Huber gefertigt.
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