Stadt des Kindes, Kinderfürsorgeeinrichtung in Penzing, Österreich
Stadt des Kindes ist eine ehemalige Wohnanlage mit Schulräumen in Wien-Penzing, die speziell für die Unterbringung und Ausbildung von Kindern konzipiert wurde. Der Komplex vereint mehrere Gebäude mit Klassenzimmern, Schlafräumen und Gemeinschaftsflächen in einem zusammenhängenden Areal.
Die Anlage wurde in den 1970er Jahren errichtet, um Kinder aus benachteiligten Verhältnissen aufzunehmen und ihnen schulische sowie soziale Unterstützung zu bieten. Sie schloss nach 30 Jahren Betrieb, wodurch eine bedeutende Wohninfrastruktur für Kinder in Wien Geschichte wurde.
Die Anlage war so konzipiert, dass Kinder in Obhut der Stadt Wien in einer offenen Struktur im Zentrum des Stadtteils Weidlingau lebten, nicht in einem geschlossenen Heim. Die öffentlichen Einrichtungen – Schwimmbad, Sporthalle, Sportplatz, Keramikwerkstatt, Café und Theater – standen auch den Bewohnern des Viertels offen. Architekt Anton Schweighofer gewann 1969 den Wettbewerb mit diesem Konzept, das er mit Stadträtin Maria Jacobi entwickelte.
Die Anlage ist nicht zu besichtigen: Sie wurde 2002 geschlossen und ab 25. August 2008 teilweise abgerissen, der verbliebene Teil in eine Wohnhausanlage umgestaltet. Das Areal liegt in Weidlingau am Westrand Wiens im Bezirk Penzing; das ehemalige Heim ist nicht öffentlich zugänglich und nur von außen zu sehen.
Ein Filmemacher hat die letzten Tage der Anlage dokumentiert und Interviews mit Menschen geführt, die dort aufgewachsen sind. Diese Aufzeichnungen bewahren die persönlichen Geschichten von Bewohnern, die sonst verloren gegangen wären.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.128 Mitwirkenden weltweit.