Otto-Glöckel-Schule, Denkmalgeschütztes Schulgebäude in Linz, Österreich.
Die Otto-Glöckel-Schule ist ein aus mehreren verbundenen Gebäuden bestehender Schulkomplex in Linz. Das älteste, die 1899–1902 von Gustav Steinberger erbaute Dürnbergerschule, zeigt eine späthistoristische Fassade mit Mittelrisalit; Julius Schulte ergänzte 1910/11 die Knaben-Bürgerschule Waldegg, deren Turnsaaltrakt in der Pillweinstraße einen tempelfrontartigen Risalit und dorische Halbsäulen zur Wienerstraße hin aufweist.
Die Schule wurde zwischen 1899 und 1902 nach Plänen des Architekten Gustav Steinberger errichtet und war lange Zeit ein Zeichen der österreichischen Schulentwicklung. Das Gebäude erlitt im Zweiten Weltkrieg schwere Schäden und wurde anschließend in mehreren Phasen wiederaufgebaut und instandgesetzt.
Den Namen Otto-Glöckel-Schule trägt der Komplex erst seit 1951, zunächst für einen Teil, später für das gesamte Ensemble; Glöckel war sozialdemokratischer Politiker und Schulreformer. Die einzelnen Gebäude behalten ältere Namen: Dürnbergerschule für die Doppelvolksschule von 1899–1902, Waldeggschule für die ab 1927 aus der Bürgerschule entstandene Hauptschule. Im Innenhof steht ein Standbild von Josef Thorak aus dem Jahr 1955.
Das Schulgelände kann von außen besichtigt werden, aber der Zugang zu Innenräumen ist normalerweise auf Schulveranstaltungen oder vorher arrangierte Führungen beschränkt. Es ist empfehlenswert, sich vor dem Besuch über aktuelle Öffnungszeiten oder Besichtigungsmöglichkeiten zu erkundigen.
Im Innenhof steht ein 1955 von Josef Thorak geschaffenes Standbild, das an den Luftangriff vom 16. Oktober 1944 erinnert. Vier für den Linzer Hauptbahnhof bestimmte Bomben trafen um etwa 10:30 Uhr die Schule und töteten 31 Schülerinnen der Frauen-Berufsschule, eine Lehrerin und neun Volkspflegerinnen.
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