Karlhochkogel, Berggipfel in Thörl, Österreich
Der Karlhochkogel ist ein 2096 m ü. A. hoher Berg der Hochschwabgruppe und die höchste Erhebung der Karlalpe, einer Hochfläche südöstlich der Hochschwab-Südwand, von der sie der Trawiessattel (1898 m) trennt. Von Norden zeigt er sich als sanfte Rasenkuppe, im Südwesten ist ihm das sanft gewellte Plateau Mühlbachboden vorgelagert, bevor er nach Süden und Westen in steiles Felsen- und Schrofengelände abbricht.
Die dokumentierten Zustiege zum Gipfel führen über den Trawiessattel (1898 m), der vom Gasthof Bodenbauer in drei Stunden oder von der Voisthaler Hütte in einer Stunde erreichbar ist, sowie über die Fölzalm (1484 m) oberhalb der Fölzklamm. Der Alpenvereinsführer von Günter und Luise Auferbauer (1990) beschreibt diese Routen; abgesehen von den Zustiegen zu Trawiessattel und Fölzalm sind die Anstiege unmarkiert und teilweise weglos.
Der Name Karlhochkogel leitet sich von der Karlalpe ab, der Hochfläche, die er überragt, sowie vom Karl unterhalb des Gipfels, nach dem der Karlgraben benannt ist. Die umliegenden Geländepunkte tragen eigene Namen: Der Trawiessattel trennt den Gipfel von der Hochschwab-Südwand, nahe liegen der Fölzstein (1946 m) und der Festlbeilstein. Im Winter wird der Karlgraben für Skitouren genutzt.
Der Aufstieg erfordert etwa vier Stunden von der Bodenbauer-Stelle aus und überwindet dabei rund 1200 Meter Höhenunterschied auf teilweise markierten und unmarkierten Wegen. Gutes Schuhwerk und Wetterfestigkeit sind wichtig, da die Wege steil werden können und das Wetter schnell wechselt.
Im Winter bietet die Karlgraben-Schlucht nach starkem Schneefall besondere Bedingungen für erfahrene Skifahrer, die direkt vom Gipfel ins Tal abfahren möchten. Diese Möglichkeit hängt stark von den Schneeverhaltnissen und der Erfahrung ab und wird von den wenigsten Besuchern wahrgenommen.
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