Villa Felicitas, Geschützte Villa in Bad Ischl, Österreich
Die Villa Felicitas ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in Bad Ischl, das alpine Bautraditionen des 19. Jahrhunderts widerspiegelt und mit seiner Architektur ein Zeugnis jener Zeit darstellt. Das Gebäude bewahrt bis heute seine ursprüngliche Ausstattung und wird als Gasthaus mit Ferienwohnungen und Restaurant genutzt.
Der Ischler Kurarzt Eduard Mastalier ließ das Haus 1855 als Gästehaus im alpinen Landhausstil auf einem großen Parkgrundstück an der Landstraße zum Wolfgangsee errichten und nannte es „Villa Felicitas“ („Landhaus Glück“). Später ging es an die Familie Koch über, die in Bad Ischl das Hotel Post betrieb. Von 1889 bis zum Ersten Weltkrieg mietete die Burgschauspielerin Katharina Schratt die Villa für Juli und August, um in der Nähe Kaiser Franz Josephs I. zu sein, der ihre Kosten übernahm; nun hieß sie „Villa Schratt“.
Der Name der Villa bedeutet „Landhaus Glück“. Zu den Gästen zählten der Schauspieler Alexander Girardi und der Komponist Johann Strauss (Sohn); ab 1964 führte die Opernsängerin Linda Plech das Haus als Gästehaus mit Seminar- und Konzertraum im Dachgeschoß und setzte die Tradition als Künstlertreffpunkt fort.
Das Gelände ist als Gästehaus zugänglich und Besucher können die öffentlichen Bereiche und Räume erkunden. Es ist empfehlenswert, vorher zu prüfen, wann man die Anlage besichtigen kann, da das Haus weiterhin als aktives Gasthaus betrieben wird.
Franz Joseph ließ eigens einen hölzernen Steg zimmern, um vom Park der Kaiservilla zum Frühstück in die Villa zu gelangen; eine Tür im Parkzaun, die er um 6.30 Uhr selbst auf- und abschloss, führte dorthin. Hier verbrachte er eigenen Angaben zufolge „die glücklichsten Stunden“.
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