Brotmuseum in Ağdam, Brotmuseum im Bezirk Aghdam, Aserbaidschan
Das Brotmuseum befand sich in einem restaurierten Mühlengebäude aus dem 19. Jahrhundert und zeigte über 2.800 Objekte rund um Brotsorten, Landwirtschaftswerkzeuge und historische Artefakte. Das Gebäude enthielt drei Ausstellungshallen mit einer funktionierenden mechanischen Mühle, die täglich acht Tonnen Getreide verarbeiten konnte.
Das Museum wurde 1983 als das zweite Brotmuseum weltweit gegründet und sollte die Geschichte und Bedeutung von Brot in der Region dokumentieren. Es erlitt während des Ersten Karabakh-Krieges 1992 schwere Beschädigungen.
Das Museum zeigte traditionelle Backinstrumente und Getreideproben aus verschiedenen Regionen Aserbaidschans. Die Sammlung veranschaulichte, wie Brotbacken in lokalen Gemeinschaften eine wichtige Rolle spielte und eng mit regionalen Bräuchen verbunden war.
Besucher sollten sich Zeit für die drei Ausstellungshallen nehmen, um die verschiedenen Sammlungen gründlich zu erkunden. Die Präsentation der funktionierenden Mühle macht das Verständnis für traditionelle Getreidebearbeitung deutlich und gibt praktische Einblicke in alte Produktionsmethoden.
Die Sammlung umfasste ein konserviertes Brotbruchteil aus der Blockade von Leningrad, das von der Überlebenden Galina Andreevna Kanaeva gestiftet wurde. Dieses seltene Artefakt bezeugt die extreme Hungersnot wahrend eines der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts.
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