Koroghlu Fortress, Militärfestung im Bezirk Gadabay, Aserbaidschan.
Die Koroghlu-Festung ist eine Steinburg auf einem Felshügel zwischen den Dörfern Galakand und Miskinli im Bezirk Gadabay, Aserbaidschan. Die Mauern sind etwa einen Meter stark, und auf der Westseite fallen senkrechte Felswände ab, die den Zugang natürlich sperren.
Die Festung diente im 17. Jahrhundert als Militärstützpunkt, doch manche Forscher vermuten, dass ihre Ursprünge bis ins 7. Jahrhundert unter der Herrschaft von Girdman Javanshir zurückreichen. Sollte diese frühere Gründung zutreffen, wäre der Standort schon sehr lange von strategischer Bedeutung gewesen.
Die Festung trägt den Namen Koroghlu, einer Heldenfigur aus der aserbaidschanischen Volksüberlieferung, und besucher begegnen diesem Namen an mehreren Orten im Land. Dieser gemeinsame Name verbindet weit voneinander entfernte Orte zu einer Art gedanklichem Netz lokaler Erinnerung.
Die Festung liegt in bergigem Gelände und ist nur zu Fuß erreichbar, da die Westseite durch Steilhänge blockiert wird. Festes Schuhwerk ist unbedingt empfehlenswert, und die Begehung des Geländes erfordert Vorsicht wegen unebener Felsen und Höhenunterschieden.
Im Inneren der Festung sind Überreste einer Windmühle, eines Tandoor-Ofens und eines Wasserbehälters erhalten, die zeigen, dass das Leben hier nicht nur aus Kriegführung bestand. Lokale Überlieferungen berichten von unterirdischen Kanälen, die einst Trinkwasser in die Anlage leiteten.
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