Felsinschrift von Zowinar, Antike Keilschrift nahe dem Sewansee, Armenien
Die Tsovinar-Inschrift ist ein in eine Felswand am Fuß des Hügels mit den Ruinen von Odzaberd am Südufer des Sewansees nahe dem Dorf Zowinar eingraviertes Keilschrifttext. Sie wurde vom urartäischen König Rusa I., Sohn des Sarduri, in Auftrag gegeben und berichtet von der Unterwerfung von 23 Königen sowie vom Bau einer Festung namens Stadt des Teišeba.
Die Felsinschrift wurde für König Rusa I. (Regierungszeit 735–714 v. Chr.) von Urartu eingemeißelt und berichtet von seinem Feldzug, auf dem er 23 Könige und eine Stadt unterwarf, Männer und Frauen nach Biainili verschleppte und Tribut entgegennahm. Sie endet mit einer Verfluchung dessen, der den Text zerstört. Eine erste Publikation erschien 1863, ein Abklatsch liegt im Armenischen Historischen Museum.
Die Felsinschrift ist die erste bekannte schriftliche Erwähnung des Namens Sevan für den See. Sie endet mit einem Fluch gegen jeden, der den Text zerstört, und ein Abklatsch der Inschrift wird im Armenischen Historischen Museum in Jerewan aufbewahrt.
Der Ort liegt in der Nähe des Dorfes Tsovinar, das als Ausgangspunkt für den Besuch dient. Es ist ratsam, sich Zeit für die Erkundung der Festungsstelle zu nehmen und die Geländebedingungen zu berücksichtigen.
Die Inschrift verzeichnet geografische Ortsnamen und Verwaltungsgrenzen, die es Forschern ermöglichen, die antike politische Aufteilung dieser Region zu rekonstruieren. Diese Details machen sie zu einer wertvollen Quelle für das Verständnis der territorialen Organisation in der Antike.
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