Kloster Khoranashat, Mittelalterliches Kloster in Chinari, Armenien
Khoranashat ist ein Klosterkomplex, der auf einem bewaldeten Hang etwa 1 Kilometer nordöstlich des Dorfes Chinari steht und Überreste von Steinkirchen sowie mittelalterlichen Gebäuden zeigt. Die Ruinen verteilen sich über das Gelände und geben einen Eindruck von der ursprünglichen Größe und Bedeutung der Anlage.
Das Kloster entstand zwischen 1211 und 1251 unter der Leitung von Vardapet Vanakan und war ein Zentrum für die Herstellung von Handschriften und religiöse Bildung. Der lange Aufbau über mehrere Jahrzehnte zeigt die schrittweise Entwicklung dieser bedeutenden Stätte.
Die Hauptkirche zeigt traditionelle armenische Merkmale mit einem achteckigen Tambour, Kegeldach und feinen Steinmetzarbeiten. Diese Gestaltungselemente waren für religiöse Bauwerke der Region typisch und prägen noch heute das Erscheinungsbild.
Der Ort liegt etwa 200 Kilometer von Jerewan entfernt und nur 500 Meter von der aserbaidschanischen Grenze, was die Anfahrt betrifft. Besucher sollten mit lokalen Behörden abklären, ob ein Zugang möglich ist, da die Nähe zur Grenze Beschränkungen mit sich bringen kann.
In den Mauern des Klosters sind mittelalterliche Fresken mit Inschriften in georgischen und griechischen Buchstaben erhalten, die auf kulturelle Verbindungen über die Region hinaus hindeuten. Diese kunsthistorischen Spuren zeigen den vielfältigen Einfluss, den verschiedene Völker auf das Kloster und sein religiöses Leben hatten.
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