Arslanagića Ćuprija, Osmanische Brücke in Trebinje, Bosnien und Herzegowina.
Die Arslanagića Ćuprija ist eine Steinbrücke über die Trebišnjica aus zwei großen und fünf kleineren Bögen auf drei Flusspfeilern. Ihre Fahrbahn ist 3,60 m breit, die großen Bögen erheben sich 15 m über den normalen Wasserstand; die Seiten sind mit vorkragenden Steinplatten eingefasst. Ein massiver Mittelpfeiler von etwa 3,60 m Breite und 9 m Länge gliedert die Öffnungen im Verhältnis 1:2:2:1.
Archive von Dubrovnik belegen, dass der Bau 1568 mit zehn einheimischen Maurern begann und die Brücke 1574 unter Mehmed-Pascha Sokolović eröffnet wurde. Über sie lief fast der gesamte Handel, vor allem mit Salz, zwischen Mittelbosnien und Novi (Herceg Novi). Nach der Einnahme von Novi durch Venedig 1687 zogen sich wohlhabende Muslime nach Trebinje zurück, und die Brücke verlor an Bedeutung.
Die Brücke trägt den Namen eines Zollbeamten namens Arslan-Aga, der nach der Flucht der Türken aus Herceg Novi 1687 hier Abgaben erhob. Der Name spiegelt noch heute die Rolle wider, die dieser Ort im Alltag der Stadt spielte.
Die Brücke liegt etwa 1,2 Kilometer von der Innenstadt Trebinjes entfernt und ist leicht zu Fuß erreichbar. Der Bereich um das Bauwerk ist offen zugänglich und bietet gute Sicht auf die Flusslandschaft und die umliegenden Stadtteile.
Die Brücke wurde 1966 Stein für Stein abgebaut und auf einem nahen Feld gelagert; die Rekonstruktion entwarf Energoinvest aus Sarajevo. Die Blöcke wurden nummeriert und per Boot transportiert, und 1970 wurde die Brücke in Gradina, mehrere Kilometer flussabwärts, wiedereröffnet. Der Legende nach gab es ein Kaufangebot aus Kanada.
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