Gent, Mittelalterliche Handelsstadt in Flandern, Belgien
Gent liegt am Zusammenfluss von Schelde und Leie und bewahrt ein Netz von Wasserwegen, die historische Kaufmannshäuser und gotische Bauten miteinander verbinden. Die drei mittelalterlichen Türme dominieren die Silhouette der Stadt und sind von fast jedem Punkt im Zentrum aus sichtbar.
Im Mittelalter wuchs die Stadt zur zweitgrößten Metropole Nordeuropas nach Paris heran, wobei im 13. Jahrhundert etwa 65000 Menschen innerhalb der Festungsmauern lebten. Textilhandel und Tuchmacherei bildeten die wirtschaftliche Grundlage, die wohlhabende Gilden und politisch einflussreiche Kaufleute hervorbrachte.
An den Wochenenden versammeln sich Einheimische in den Cafés entlang der Graslei, um die historische Kulisse zu genießen, während Straßenmusiker und kleine Märkte das Flussufer beleben. Studenten füllen die vielen Kneipen am Abend, da die Stadt eine große Universität beherbergt, die das ganze Jahr über für jugendliche Energie sorgt.
Das Stadtzentrum beschränkt den Autoverkehr, daher erkundet man die Gegend am besten zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit der Straßenbahn durch ein Netz aus Fußgängerzonen und öffentlichen Plätzen. Wassertaxis und Bootstouren bieten eine alternative Perspektive entlang der Kanäle, die durch die Altstadt verlaufen.
Der Belfried neben der St.-Bavo-Kathedrale birgt einen Drachen aus vergoldetem Kupfer an seiner Spitze, der seit dem 14. Jahrhundert als Wächter und Wetterfahne dient. Innerhalb des Turms läutet ein Glockenspiel mit 54 Glocken zu festgelegten Zeiten und bei besonderen Anlässen.
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