Abtei Chevetogne, Benediktinerabtei in Ciney, Belgien
Chevetogne Abbey ist ein Benediktinerkloster in Ciney, das zwei völlig separate Klostergemeinschaften unter einem Dach vereint. Das Gebäude enthält zwei unterschiedliche Kirchen: eine lateinische Kirche und eine Ostkirche mit byzantinischen Fresken aus dem Jahr 1957.
Der belgische Benediktiner Dom Lambert Beauduin gründete die Abtei 1925 auf Wunsch von Papst Pius XI., um eine Brücke zwischen der römisch-katholischen und der östlich-orthodoxen Kirche zu schaffen. Dieses Experiment der Koexistenz zweier Traditionen unter einem Dach prägt das Kloster seither.
Die Abtei beherbergt zwei unterschiedliche Mönchsgemeinschaften, die nebeneinander leben und arbeiten, was die tätige Suche nach Einheit zwischen Ost- und Westkirche widerspiegelt. Diese gemeinsame Existenz prägt den täglichen Rhythmus und die Spiritualität des Ortes bis heute.
Besucher können an den Gottesdiensten beider Gemeinschaften teilnehmen und die unterschiedlichen liturgischen Traditionen im Laufe des Tages erleben. Es ist hilfreich, die Gottesdienstzeiten im Voraus zu erfragen, um die gewünschten Zeremonien nicht zu verpassen.
Die Abtei beherbergt eine umfangreiche Bibliothek mit etwa 100.000 Bänden, und die Mönche geben eine wissenschaftliche Zeitschrift namens Irenikon heraus, die sich dem Thema kirchlicher Einheit widmet. Diese Publikation ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Beitrag zum theologischen Dialog zwischen den Traditionen.
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