Station terrienne de télécommunications spatiales de Lessive, Satellitenbodenstation in Lessive, Rochefort, Belgien
Die Station terrienne de télécommunications spatiales de Lessive ist eine Erdfunkstelle in Lessive, Gemeinde Rochefort, in der Famenne. Ihre weißen Parabolantennen mit 18 und 30 Metern Durchmesser stehen auf 22 bis 35 Meter hohen grauen Stahlfachwerken über Betonsockeln auf einem umzäunten, 50 ha großen Gelände, neben einem 52 m hohen Funkmast.
Die von Bell Telephone errichtete Station wurde 1972 eingeweiht, als König Baudouin die erste Antenne in Betrieb nahm und Belgien damit die von Intelsat geforderten Anlagen erhielt, dessen elf Gründungsmitglieder es war. 1993 kamen drei nahezu identische Antennen hinzu, eine fünfte war geplant. Zwischen 2007 und 2008 verkaufte Belgacom das Satellitengeschäft an die indische Gruppe ORG Informatics, deren Nachfolgerin BSS am 24. Oktober 2016 für zahlungsunfähig erklärt wurde.
Der Spitzname „große Ohren“ stammt von der Form der Antennen und wurde verwendet, als die Anlage Schaulustige anzog, die ihre Funktionsweise verstehen wollten. In den 1990er Jahren gründeten Belgacom, Le Forem und Win hier Technobel, ein Ausbildungszentrum für Informations- und Kommunikationstechnologien, das Lessive 2008 in Richtung Ciney verließ. Die Miniserie La Corde, ab dem 27. Januar 2022 auf Arte ausgestrahlt, wurde auf dem Gelände gedreht.
Der Standort liegt in der Famenne bei Lessive, einem Dorf der Gemeinde Rochefort, erreichbar über die Ausfahrt 22A der Autobahn E411. Die Antennen stehen auf einem rund 50 ha großen Areal, das heute in ein 43-ha- und ein 6-ha-Grundstück geteilt ist. Die Parabolspiegel und der 52 m hohe Funkturm sind von außerhalb des Geländes zu sehen.
Der Standort diente als Drehort für die Miniserie La Corde, die Arte ab dem 27. Januar 2022 ausstrahlte. Die Parabolantennen haben 30 und 18 Meter Durchmesser und sind 22 bis 35 Meter hoch, der Funkturm misst 52 Meter. 2018 stellte der Lütticher Unternehmer Christophe Nihon für das frühere RTT-Gelände ein Projekt namens „Jardin des Paraboles“ vor.
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