Sint-Medarduskerk, Gotische Kirche in Wervik, Belgien
Die Sint-Medarduskerk ist ein gotischer Gottesdienstraum in Wervik mit einem charakteristischen hohen Turm und einem weiträumigen Kirchenschiff. Das Bauwerk zeigt typische gotische Merkmale wie Spitzbögen und wurde mit Ziegeln und Stein errichtet.
Das Gottesdienstraum entstand 1433 nach einer Zerstörung durch bretonische Truppen und ersetzte einen älteren romanischen Vorgängerbau aus dem frühen 13. Jahrhundert. Diese Neuerrichtung markierte die Rückkehr zur religiösen Nutzung des Ortes nach einer Phase der Verwüstung.
Der Name der Kirche verweist auf den heiligen Medardus, einen französischen Heiligen, der für Schutz vor Regen verehrt wird. Besucher können im Innern verschiedene kunsthistorische Werke entdecken, die das religiöse Leben früherer Generationen widerspiegeln.
Das Gebäude wurde 2012 nach umfangreicher Restaurierung der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht und ermöglicht Besuchern einen Blick auf das mittelalterliche Innere. Es ist ratsam, vorher die Öffnungszeiten zu überprüfen, da Kirchengebäude je nach Veranstaltungen unterschiedliche Zugangsbedingungen haben können.
Während des Ersten Weltkriegs nutzten deutsche Soldaten den Kirchturm als Beobachtungsposten und hinterließen Inschriften oberhalb des nördlichen Portals, die noch heute sichtbar sind. Diese Markierungen bieten einen unerwarteten Einblick in die Kriegsgeschichte des Ortes.
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