Cornillon Abbey, Mittelalterliches Kloster in Lüttich, Belgien
Die Abtei Beaurepart steht in Lüttich an der Maas, auf einer Insel, die von zwei später zugeschütteten Flussarmen gebildet wurde. Der lange Steinbau hat zwei Geschosse aus hellem grauem Stein mit Reihen rechteckiger Fenster, teils mit hellblauen Läden, darüber ein Obergeschoss aus dunklem braunem Backstein mit Schieferdach und einem hohen dunklen Turmhelm mit Laterne und Kreuz. Vor der Fassade spannt sich ein schlanker weißer Bogen, und entlang des Sockels verläuft eine gepflasterte Terrasse mit geschnittenen grünen Sträuchern.
Beaurepart wurde Anfang des 13. Jahrhunderts für die Mindermönche auf einer Insel zwischen zwei heute zugeschütteten Maasarmen errichtet. Nach einem Brand 1234 kehrten die Brüder 1235 zurück – ein bellus reditus, der dem Haus seinen Namen gab; 1243 zogen sie nach Richefontaine. 1288 übernahmen die Prämonstratenser von Cornillon, deren Abtei verwüstet wurde, den Ort und blieben bis zur Aufhebung der Abtei 1796.
Der Name Beaurepart geht auf das lateinische bellus reditus zurück, die „schöne Rückkehr“: Die Minoriten kehrten 1235 in ihr nach dem Brand von 1234 wiederaufgebautes Kloster zurück. Auf Wallonisch hieß der Ort å bairpâ. Die 1288 hier ansässigen Prämonstratenser von Cornillon besaßen das Recht, die Pfarrer von neun Pfarreien zu ernennen, darunter Jupille, Soumagne und Rekem.
Seit 1809 beherbergt die ehemalige Abtei das Große Seminar von Lüttich und den Bischofspalast; die Gebäude werden also kirchlich genutzt. Die Anlage liegt am rechten Maasufer auf dem zugeschütteten Arm nahe dem Boulevard Piercot; der Kreuzgang aus dem 18. Jahrhundert und die Kirchen sind von der gepflasterten Terrasse am Fluss aus zu sehen.
Der Name der Abtei geht auf einen Brand zurück: Das Franziskanerkloster brannte 1234 nieder, wurde wiederaufgebaut, und 1235 kehrten die Brüder zurück – ein bellus reditus, ein „schöner Rückweg“, der dem Ort den Namen gab. Die wallonische Form å bairpâ bewahrt ihn. Der Name ging später auf die 1288 eingezogenen Prämonstratenser über.
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