Church of the Holy Trinity, Katholische Pfarrkirche in Ixelles, Brüssel, Belgien
Die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit ist eine katholische Pfarrkirche in Ixelles bei Brüssel; ihre Fassade ist die des im 17. Jahrhundert erbauten ehemaligen Augustinerkirche am Place de Brouckère, die 1893 Stein für Stein hierher versetzt wurde. Der Bau aus Grimbergener Stein gliedert sich in drei Register mit paarigen dorischen Säulen, drei Türen unter gebrochenen Giebeln und Oculi sowie einen geschwungenen Giebel mit Ädikula und Glockenturm. Dahinter führt das 1895 errichtete, fünf Joche lange Schiff zum 1907 ergänzten Querhaus und den Kapellen.
Im 19. Jahrhundert, beim Ausbau der Avenue Louise, trieb Leopold I. die Urbanisierung des Ixeller Viertels Ten Bosch voran; dort entstand zwischen 1847 und 1857 eine provisorische Kapelle auf einem Grundstück des Bankiers Georges Brugmann, der auch ihre Finanzierung unterstützte. 1893 erwarb die Kirchenfabrik die barocke Fassade der Augustinerkirche am Place de Brouckère, die damals abgebrochen wurde, und setzte sie Stein für Stein gegenüber der neuen Rue du Bailli wieder auf. Jules-Jacques Van Ysendyck übernahm 1894, das Schiff wurde 1895 geöffnet, und die vollendete Kirche mit 1907 von Symons ergänzten Querschiffen und Kapellen wurde am 28. November 1908 dem Gottesdienst übergeben.
Die Fassade der Kirche stammt von der ehemaligen Augustinerkirche am Brouckère-Platz, die 1893 abgetragen und Stein für Stein in der Rue du Bailli wieder aufgebaut wurde. Die Glasfenster im Chor stammen von 1937 und sind ein Werk von Louis-Charles Crespin. Im Querschiff stehen ein neubarocker Eichenaltar von 1863 und eine Kanzel des Bildhauers Jean Joseph François Van Hool, beide aus der Kapelle des Sankt-Johannes-Hospitals.
Die Kirche steht an der Ecke der Rue du Bailli in Ixelles, wenige Schritte von der Tramhaltestelle Bailli und der Achse der Avenue Louise entfernt. Das barocke Portal liegt direkt an der Straße, die Fassade ist daher vom gegenüberliegenden Gehsteig am besten zu sehen. Schiff, Chor und Querschiffe sind zu den Gottesdiensten geöffnet; die 1907 ergänzten Seitenkapellen rahmen die Vierung.
Die barocke Fassade wurde 1893 Stein für Stein von der für den Place de Brouckère abgerissenen Augustinerkirche abgetragen und gegenüber der neuen Rue du Bailli wieder aufgebaut. Der Architekt Jacques Francart II., der einen Teil seiner Kindheit in Italien verbrachte, verband italienischen Barock mit brabantischer Vertikalität: Grimbergener Stein, drei Register, gepaarte dorische Säulen und gebrochene Giebel.
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