Église Sainte-Croix, Neugotische Kirche in Ixelles, Belgien.
Die Église Sainte-Croix ist eine katholische Kirche am Place Sainte-Croix in Ixelles. Ihr Äußeres ist Art déco: eine Hülle aus Backstein und Beton, die 1940–1942 um die frühere neugotische Kirche gebaut wurde, die im Inneren erhalten blieb. Die Fassade hat einen steilen Giebel mit Kreuz, Spitzbogenfenster und einen quadratischen Turm mit Lamellenöffnungen.
Eine erste Kirche des Architekten Van de Wiele entstand hier 1859–1863 auf Initiative des Pfarrers Jean Joseph Dox anstelle einer Dorfkirche von 1459 und wurde 1865 eingeweiht. Risse im sandigen, instabilen Boden erzwangen einen Neubau: 1940 bis 1942 ließ Paul Rome Fassade und Turm abtragen und das Schiff mit Beton und Ziegel verkleiden, daher das heutige Art-déco-Äußere. Im September 1943 fanden hier Hunderte Begräbnisfeiern für die Opfer des alliierten Bombenangriffs auf Brüssel statt.
Die Kirche gibt dem Place Sainte-Croix seinen Namen und gehört heute zur Seelsorgeeinheit Sainte-Croix d'Ixelles mit den Pfarreien Notre-Dame de la Cambre/Saint-Philippe Néri, Saint-Boniface und Saint-Adrien. Im 21. Jahrhundert wurde sie zudem zum Zentrum der portugiesischen Gemeinde von Ixelles. Marguerite Yourcenar und Kardinal Léon-Joseph Suenens wurden hier getauft.
Die Kirche steht am Place Sainte-Croix, Hausnummer 1, wenige Schritte von den Étangs d'Ixelles und dem Place Flagey entfernt. Der Zugang führt über das breite Spitzbogenportal am Fuß der Fassade. Die Pfarrei gehört zur Seelsorgeeinheit Sainte-Croix d'Ixelles; ein Besuch richtet sich daher nach den Gottesdiensten.
Die Kirche besitzt eine große Glocke in Cis, angeschafft 1893 unter Pfarrer Cornélius Van Dievoet, der auch eine gotische Kanzel (1890-1893), einen gemalten Kreuzweg (1892) und eine neue Orgel (1897) anbringen ließ, teils mit eigenem Geld finanziert. Marguerite Yourcenar und Kardinal Léon-Joseph Suenens wurden in der Pfarrei getauft.
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